Privilegien sehen – Verantwortung leben
Shownotes
Was sind Privilegien – und warum beeinflussen sie unser Urteilen?
In dieser Folge sprechen wir darüber, wie unsichtbare Vorteile unsere Wahrnehmung prägen, wie wir Empathie statt Bewertung entwickeln und wie wir mit Kindern über Privilegien ins Gespräch kommen können.
**Mehr von inBindung:**
💛 **Homepage und Newsletter:** [www.inBindung.de](http://www.inBindung.de)
💬 **Telegram-Gruppe:** [https://t.me/+UA_ge-NzmWNhZTIy](https://t.me/+UA_ge-NzmWNhZTIy)
📸 **Instagram:** [@inbindung](https://www.instagram.com/inbindung/)
▶️ **YouTube**: [inBindung Podcast](https://www.youtube.com/channel/UCofHo3w8vTnu5UdAzUPm1Qw)
Transkript anzeigen
00:00:00: Hi!
00:00:01: Schön, dass du eingeschaltet hast bei Inbindung.
00:00:04: Dem Podcast Nummer eins für Glaubensbasierte Elternschaft.
00:00:07: Bei uns geht es darum wie du dein Kind liebevoll begleiten kannst während du selbst im Glauben und in deinen Beziehungen wächst.
00:00:15: Heute sind mit mir am Studium Junita Horig, Julia Vanityek Und mein Name ist Anna Bohren.
00:00:21: Wir sind Pädagoginnen- und ElternberaterInnen Und in dieser Folge sprechen wir über das Thema Privilegien sehen Verantwortung leben Und falls du uns noch nicht abonniert hast, dann rück jetzt auf Folgen und verpasse kein Episode.
00:00:36: Schön, dass du dabei bist!
00:00:37: Lass uns starten!
00:00:47: Ja Julia & Unita ich freue mich riesig über dieses Thema denn ich glaube es ist sehr wichtig wenn wir Kinder begleiten das wir über Unterschiede sprechen über Chancen über Ungerechtigkeiten.
00:00:59: Wir wurde das so richtig bewusst als ich mit meinen Kindern eine gute Nachtgeschichte gelesen habe mit dem Zug gefahren gereist ist.
00:01:10: Und als sie dann am Bahnhof ankam und so durch die Bahnhofshalle ging, blieb der halter Blick des Kindes auf einer Frau, die den Boden gefegt hat.
00:01:22: Sie hatte einen Kopftuch an und hat die große Halle gefegt mit einem Riesenbesen.
00:01:27: Das Kind hat sie angestarrt und war ganz neugierig daraufhin.
00:01:32: Hat das andere Kind gefragt ja was guckst du denn da?
00:01:38: Und da sagt halt das Kind, ja, das muss doch voll Öde sein.
00:01:41: So den Boden zu fegen und dann sagt es dann, die ist ständig hier ... Die kann nichts anderes oder so.
00:01:50: Dann haben sie sich die Eltern eingeschaltet und die Mutter meinte dann hey, dreht nicht so schlecht über sie du weißt gar nicht.
00:01:57: vielleicht konnte sie nicht zur Schule gehen, konnte keinen guten Abschluss machen was auch immer.
00:02:03: Das ist jetzt die Kurzfassung.
00:02:04: aber Und da hab ich gedacht, ja es ist tatsächlich wichtig mit meinen Kindern auch darüber zu reden.
00:02:11: Weil ich gemerkt habe wir leben in so einer Bubble ... wo ihnen das gar nicht so bewusst ist welche Vorteile sie eigentlich haben, welche Privilegien wir haben.
00:02:21: und dann muss sich auch an mich gehen und sagen mir ist das auch... Ich halte mir das auch nicht immer vor Augen und ich denke dass es schon sehr wichtig, dass man einfach fair bleibt.
00:02:33: oder um nicht ins Verurteilen zu gehen.
00:02:37: Lass
00:02:37: uns noch mal am Anfang kurz abklären, was sind Privilegien?
00:02:41: Wenn wir von Privilegon sprechen, was bedeutet das überhaupt?
00:02:45: Genau also Privilegen sind nicht nur so wenn wir an Geld oder so Status denken sondern es sind einfach ganz allgemein gesagt Vorteile für die wir nichts getan haben aber von denen wir massiv profitieren
00:02:58: wie zum Beispiel zur Schule zu gehen, jemanden zu haben der bei den Hausaufgaben hilft genug zu essen zu haben keine Angst haben vor Mietkündigung.
00:03:07: Keine Sorgen haben von dass ich im Winter erfriere weil ich keine Heizung habe
00:03:13: oder auch das meine Eltern die Sprache sprechen des Landes in dem ich wohne und aufwachse dass ich stabiles ... ja, gesundheitliche Voraussetzungen habe.
00:03:25: Dass es mir gesundheitlich gut geht oder auch ein Gesundheitssystem dahinter ist, das mich auffängt?
00:03:32: Ich hab zum Beispiel keine Diskriminierungserfahrung gemacht oder so was.
00:03:38: Also alles Dinge für uns selbstverständlich sind, die wir gar nicht hinterfragen.
00:03:44: Bis wir halt vielleicht Menschen begegnen.
00:03:47: Zum Beispiel wenn wir einen Obdochlosen sehen Menschen, die anders aussehen wie wir.
00:03:54: Dann fängt es erst an, dass wir da mit in Berührung kommen.
00:03:59: Lass uns mal klären warum ist das wichtig seine Privilegien zu kennen?
00:04:04: Ich glaube dafür gibt's drei Gründe vielleicht auch mehr ich noch jetzt nur drei und zwar einmal die Empathie, die Verantwortung, die nächsten Liebe.
00:04:11: denn wenn wir für den anderen einen Blick entwickeln also empathisch dem anderen gegenüber sind dann beurteilen wir sie nicht nach dem, was wir sehen.
00:04:23: Sondern auch nach dem was Sie tragen also an emotionalem Gepäck ... An Erlebnissen dass wir da nicht so vorschnell sind.
00:04:33: Also das wenn jemand irgendwie sehr chaotisch unzuverlässig oder nicht motiviert Wirkt zum Beispiel in der Schule ein Mitschüler, ja?
00:04:41: Der Kinder.
00:04:43: Dass wir erst mal checken, was ist zu Hause vielleicht gerade los bei dem Kind?
00:04:47: Die Eltern können das Kind überhaupt nicht unterstützen.
00:04:50: Vielleicht ist der Papa irgendwo im Krieg und die Mama ist alleine da und es beunruhigt das Kind oder eher streit.
00:04:58: Also dass ... mehr hinschauen, was ist dahinter und uns Gedanken machen.
00:05:05: Und somit empathischer sind auch verständnisvoller.
00:05:08: Und auch eher dazu bereit sind zu helfen ... zu unterstützen.
00:05:14: Und nicht so schnell kommt der Willen nicht die Verurteilung zu gehen?
00:05:18: Das ist ja auch das, was Jesus uns vorlebt für unser Nächster da zu sein.
00:05:23: Und es gegenseitig zu helfen und zu unterstützen!
00:05:26: Ja genau.
00:05:30: Wir wollen Christen sein, wir wollen wie Jesus sein ist unser Vorbild.
00:05:35: Dann ist es ganz wichtig dass wir unsere Privilegien kennen um so auch anderen gegenüber wie du sagst Junita nächsten Liebe zu zeigen.
00:05:44: Ja es passiert ganz schnell das wir dann in die Verurteilung gehen.
00:05:49: ich erinnere mich noch an der Kirchengemeinde.
00:05:53: Es gab ein paar Familien die nicht ganz pünktlich zum Gottesdienst kamen Und dann viel Einsatz von jemandem, der schon ältere Kinder hat.
00:06:01: Da muss man einfach früher aufstehen.
00:06:04: Weil ich mir auch gesagt habe, weißt du?
00:06:05: Ich bin seit sechs Uhr.
00:06:06: Aber wir haben das mit kleinen Kindern.
00:06:08: Vergiss man glaube ich oft schnell wie das ist oder das Kind hat noch was in der Windel und dann musst du nochmal zurück und es wickeln.
00:06:16: Ja!
00:06:17: Dann verzögert sich alles und da hab' ich gemerkt, okay... Man lebt manchmal so in unterschiedlichen Realitäten.
00:06:25: Ein starker Satz ist zum Beispiel, du kannst niemanden lieben dessen Realität du nicht kennst oder nicht wahrnimmst.
00:06:31: Und das ist so ein krasser Satz!
00:06:32: Also wir haben uns da vor ein paar Tagen schon mal drüber unterhalten und da habe ich gesagt, stopp den Satz muss ich erst nochmal sacken lassen.
00:06:40: Du kannst niemandem lieben, dessen realität du gar nicht wahr nimmst oder dessen reality du nicht kennst.
00:06:46: Wie viel Wahrheit in diesem Satz?
00:06:48: Das ist so krass.
00:06:49: Ja weil andererseits wenn du die ... die Realität nicht wahrnimmst, geht so ganz schnell in die Verurteilung.
00:06:56: Das hat nichts mehr mit Liebe zu tun!
00:06:58: Und die Realitäten schafft Empathie und Verständnis.
00:07:03: Weil du merkst das Strugglet jemand?
00:07:04: Da hat jemand ganz andere Staatbedingungen und ganz andere Voraussetzungen und deshalb ist das so
00:07:10: wie es ist.
00:07:11: Genau was ist wenn wir's nicht haben?
00:07:14: Was ist, wenn wir den Blick nicht haben...
00:07:17: Passiert genau das, was du schon gesagt hast?
00:07:18: Wir werden oberflächlich.
00:07:19: Wir urteilen ober- flächlich und denken schneller schlecht über Menschen anstatt dahinterzuschauen oder versuchen sie zu verstehen.
00:07:28: Ja ich glaub auch etwa in Gefahr ist auch stolz werden aber stolz im Sinne von Überheblichkeit.
00:07:34: Weil wir dann vielleicht auch glauben, wir sind so tolle Menschen weil wir halt besonders toll sind, weil wir es voll drauf haben und so ja.
00:07:41: Aber vielleicht so im Vergleich hatte der andere ganz andere Bedingungen als wir.
00:07:48: Ganz ein anderer Staat, vielleicht meine Kinder haben jetzt einen Startvorteil im Vergleich zu mir, als ich in dem Alter war und da darf ich das auch nicht vergleichen?
00:07:58: Ja auf jeden Fall!
00:07:59: Und wir reproduzieren damit ja auch Ungerechtigkeit weiterhin.
00:08:03: und halt auch ganz bewusst wenn man in der Schule nur die braven Kinder bevorzugt oder die ruhigen oder die Kinder sich am meisten beteiligen Und sehen gar nicht, wer so im Hintergrund struggled und wer da Schwierigkeiten hat.
00:08:18: Warum?
00:08:19: Da kann ja auch ganz viel dahinterstecken.
00:08:23: Dann werden wieder nur die gefördert... Richtig!
00:08:25: ...die es eh schon besser haben.
00:08:27: Die
00:08:27: anderen bleiben unsichtbar.
00:08:30: Was halt auch da beiträgt ist dass wir diese blinden Fleck, die wir haben als Erwachsener, dass wir die Realität des Anderen eben nicht wahrnehmen Und den Staat verteilen.
00:08:39: wir hatten, dass wir diese blinden Flecken an unsere Kinder weitergeben.
00:08:44: Und sie eventuell dann auch so für urteilen und sagen ich bin normal und alles andere ist komisch.
00:08:50: Alles was nicht isst wie ich, ist ... Genau!
00:08:52: Nicht richtig oder faul?
00:08:55: Oder ist ... Was auch immer.
00:08:57: Da kommen ganz viele verschiedene Urteile zustande.
00:09:00: Ja, wenn man das wieder in den Glaubenskontext setzen bleibt es ja auch dort unsere Jesus-Nachfolge, unsere Nächstenliebe.
00:09:09: Die bleibt ja dann auch oberflächlich!
00:09:11: Also wir helfen nur denen, die uns ähnlich sind... Wir schwimmen so in unserem Pool, in unseren Fischbecken aber wir schauen da selten drüber hinaus.
00:09:21: also vielleicht spenden wir schon mal Geld an die Armen, die nimmst nicht so gut wie es uns gibt.
00:09:27: eigentlich gibt's sie in unserer Nachbarschaft von unserer Haustür, da baue ich nicht immer nach Afrika oder sonst so hingucken.
00:09:34: Oder irgendwelche armen Kriegsgebiete, der Welt ... Da gehen wir vielleicht ein bisschen Geld hin?
00:09:41: Dann ist unser Gewissen beruhigt.
00:09:42: Aber letztlich bleiben wir oberflächlich in dem, wie wir uns unserem nächsten Gegenüber verhalten.
00:09:48: Und ganz oft vergessen wir auch, welche Nachteile wir vielleicht einmal hatten und was jetzt Vorteile für uns sind, Privilegien.
00:09:58: Also jetzt persönlich aus meiner Geschichte zum Beispiel, wir sind als Aussiedler nach Deutschland gekommen und ich hatte nicht so viele Privilegien wie meine Mitschüler oder andere Kinder.
00:10:09: Ich kannte die Sprache nicht.
00:10:11: Ich weiß dass ich im Kindergarten immer alleine war.
00:10:13: Ich hatte nur ein Mädchen, der mit mir gespielt hat.
00:10:17: Die fand mich alle komisch.
00:10:19: Ich konnte sie auch nicht verstehen.
00:10:21: Ich hatte also keine Zugehörigkeit, keine wirkliche Gemeinschaft oder Freunde.
00:10:26: Auch das kulturelle Wissen war mir fremd.
00:10:29: Es sind so ein paar lustige Dinge auch zum Beispiel ... Wir haben uns mit einem Stück Seife damals gewaschen und alle meine Freundinnen hatten Duschgel.
00:10:38: Und ich fand es so peinlich dass wir Seifer hatten und nicht Duschgel.
00:10:45: Also auch das Essen war anders ja und dadurch habe ich mich schon immer ein bisschen als Außenseiter gefühlt.
00:10:52: Wir hatten weniger Geld, die Eltern haben hier noch mal eine Ausbildung angefangen und sehr viel gearbeitet.
00:10:59: Dadurch hatten wir auch weniger so finanzielle Sicherheit genau und auch viel weniger Netzwerke.
00:11:07: Ich hab gemerkt, meine deutschen Freunde waren alle so ein bisschen verbunden.
00:11:12: Auch innerhalb der Stadt.
00:11:14: dann arbeitet die Tante dort.
00:11:17: Ähm, ja.
00:11:18: Der Opa ... Da kann's
00:11:18: immer jemanden werden.
00:11:19: Irgendjünger hilft.
00:11:20: Genau das
00:11:21: ist ... Errichtet
00:11:23: durch Bekannte und so weiter.
00:11:25: Vitamin B?
00:11:25: Also ein einfach weniger Türen die sich für mich geöffnet hatten im Vergleich zu den anderen.
00:11:32: Und später hab ich verstanden okay aber also ich hatte schon wenig Privilegien Aber meine Eltern hatten mir noch weniger.
00:11:40: Ja, also für sie war das Leben nochmal ganz anders.
00:11:44: Wenn ich mich vergleiche wenn meine Eltern in meinem Alter damals ... Wow, das ist ein großer Unterschied.
00:11:53: Und da stehe ich schon ganz anders in dieser Startposition, sag' ich mal.
00:11:59: Aber es hat sich dann bei mir natürlich auch gewandelt durch die Bildung, durch die Schule.
00:12:04: Das Sprache?
00:12:06: Genau, ich hab die deutsche Sprache erlernt und manchmal sagen Leute mir auch, ich hätte gar nicht gedacht, dass so ...
00:12:13: Ja, weil du absolut akzentfrei.
00:12:15: Das ist auch nochmal ein Unterschied.
00:12:16: Du hast natürlich noch mehr Privileg, weil man bei dir überhaupt keinen Akzent hat und andere, bei denen man es hört ... Deine Eltern?
00:12:24: Auf jeden Fall!
00:12:26: Und dadurch habe ich gemerkt meine Privilegen haben sich auch gewandelt.
00:12:28: also ich hab jetzt viel mehr Vorteile als Nachteile.
00:12:31: das heißt man kann Privileginen auch umwandeln andersrum gehts natürlich auch.
00:12:35: man kann priviligen auch verlieren
00:12:38: wenn ich zum Beispiel einen Unfall habe und danach behindert bin.
00:12:40: auf jeden
00:12:40: fall Genau.
00:12:42: Und das macht mich halt auch tief dankbar, ja?
00:12:45: Dass meine Eltern das so ermöglicht haben für uns und da so eingestanden sind... Genau!
00:12:53: Durch meine persönliche Erfahrung weiß ich natürlich wie manche Menschen sich fühlen die weniger Vorteile als ich habe.
00:13:01: Das gemacht natürlich auch empathischer aber ich merke dass braucht auch immer wieder so ein Bewusstwerden.
00:13:07: also es passiert nicht automatisch.
00:13:11: Genau, wie können wir denn mit unseren Kindern jetzt über Privilegien ins Gespräch kommen?
00:13:16: Wie können wir das kindgerecht irgendwie klarmachen, dass die Kinder verstehen, dass sie sehr viele Vorteile haben einfach.
00:13:26: Dass es Menschen gibt in die Nachteile.
00:13:28: Ja
00:13:28: ich glaube grundsätzlich erstmal, dass wenn wir das nicht als mit Schuldgefühl machen, mit sei dankbar... für das Essen, weil andere Kinder haben gar nix.
00:13:39: Danke für die Schuhe, weißt du mit was ich rumgelaufen bin?
00:13:43: Also ... Das nützt nichts!
00:13:46: Also das wird
00:13:47: so als Vorwurf.
00:13:48: So als Vorwurfen oder auch keine Moralpredigten nachhalten.
00:13:53: Es geht nicht darum, dass sich Kinder schlecht fühlen, sondern dass sie sich dessen bewussten, was sie haben und diese Privilegien zum Positive nutzen.
00:14:01: Auch die Macht nutzen, die sie dadurch haben.
00:14:04: Dadurch dass sie vielleicht Deutsch können und jemand anderes in die Klasse kommt ist überhaupt kein Deutschkern!
00:14:08: Wie ist das für jemanden der kommt?
00:14:10: Und nichts versteht?
00:14:11: ja ... Dass ihr einen Blick für den entwickeln oder fürs Essen oder was auch immer, dass Sie da neue Haltung lernen.
00:14:19: Das ist ja das, was wir wollen und deswegen braucht es da eher so Brücken bauen zueinander zu den verschiedenen Stadtvorteilen, Benachteiligungen.
00:14:33: Da finde ich tatsächlich Geschichten auch ganz gut, so wie bei uns jetzt, dass man sich da vielleicht so Bücher holt in die Richtung aber auch das für Kinder bildlich zu machen.
00:14:43: Ich hab danach tatsächlich eine Kindergottesdienststunde ausgearbeitet über das Thema und dann habe ich den Kindern zwei Rucksäcke mitgebracht.
00:14:54: Ich habe den Vorteil, ich habe zwei Mädchen, die hatten denselben Rucksack Hatte so ein paar Sachen aufgeschrieben.
00:15:03: Auf Zettel und hab gefragt, ist das ein Vorteil oder ein Nachteil?
00:15:07: Wenn ich was vorgelesen habe zum Beispiel es gibt viel Streit zu Hause die Kinder haben gesagt dass das nachteil.
00:15:13: dann habe ich noch einen Stein mit in den Rucksack gelegt Oder ich habe jemandens hause der mir bei den Hausaufgaben hilft.
00:15:20: da durfte nur der zettel rein Und dann wieder Vielleicht irgendwie nachteil kann die deutsche Sprache nicht oder so weiter.
00:15:28: Im Endeffekt war dann natürlich ein Rucksack viel schwerer als der andere und so konnten sie das bildlich auch einmal sehen, wieviel Schwere es manche Menschen einfach im Leben haben.
00:15:39: Und es war interessant weil die waren tatsächlich sehr betroffen als ihnen das so
00:15:45: verauert wird.
00:15:45: Das ist eine coole Stunde.
00:15:47: Ja, mich erinnert es gerade an so ... Ich weiß das auch mal vor ein paar Monaten?
00:15:51: Jahren schon.
00:15:53: So einen Video gab ich, aber es waren glaube ich gar keine Kinder.
00:15:57: Es war ne Erwachsene und dann wurde immer irgendwas vorgelesen und dann sollten den Schritt weitergehen wenn's auf sie zutrifft.
00:16:03: also geh einen Schritt nach vorne wenn du noch nie mit dem Gefängnis in Berührung gekommen bist in Duda in deiner Familie oder wenn du aufs Geld schauen oder Angst hat, dass das Geld in deiner Familie nicht reicht.
00:16:17: Oder wenn du noch nie hungrig zur Bett gegangen bist oder solche Fragen wurden gestellt und manche sind stehen geblieben oder konnten nicht so viele Schritte laufen.
00:16:27: Und dann waren die halt am Schluss alle an unterschiedlichen Positionen und haben sich gegenseitig angeguckt.
00:16:32: Dann wurde ihnen auch bewusst ... Ja, mir geht's voll gut.
00:16:36: Und alle anderen oder die, die weiter vorne waren, da sind ganz viele jetzt hinter mir zurückgeblieben Und das war mir gar nicht so bewusst, weil oberflächlich sind wir jetzt vielleicht alle an dem Punkt wo wir sagen Wir haben es studiert und wir verdienen gut oder was weiß ich ja aber wie viel den anderen vielleicht des Leben schon gekostet hat.
00:16:56: in Anführungszeichen also dass die durch was sie schon durchgegangen sind war völlig unterschiedlich.
00:17:02: dann genau auch Hautfarbe war dann auch ein Thema, Diskriminierung wegen Hautfarben und so weiter.
00:17:08: Ja, das ist so wertvoll drüber zu reden.
00:17:10: Auch das Beispiel ist so anschaulich mit den Kindern?
00:17:14: Und dann find ich das spannend.
00:17:15: wie reflektierst du denn?
00:17:17: Wenn du sowas angeschaut hast, sei es bei Erwachsenen oder bei Kindern?
00:17:20: also wie reflekst du das?
00:17:22: Also so Fragen wie fühlt sich das gerade an wenn du das siehst?
00:17:25: ja was fällt dir auf?
00:17:28: Wie geht's dir damit?
00:17:29: Was fällt dir leicht?
00:17:30: Was fällt dir leicht?
00:17:31: Was fehlt anderen?
00:17:31: vielleicht schwer?
00:17:32: Musst du vielleicht jemand an jemandem denken in deiner Schule, im Kindergarten oder im Umkreis.
00:17:38: Hast du da jemanden?
00:17:39: Der hat diesen Nachteil und deshalb ist vielleicht dies und das schwer.
00:17:42: Also dass sie so empathisch werden zueinander ... Ich denke jetzt gerade spontan nach, ich bin ja Musiklehrerin auch.
00:17:49: Und klar!
00:17:49: Mein Kindern helfe ich mit ihren Musikinstrummen die sagen mal, ich Bin die beste, ich BIN die beste.
00:17:53: Und er kann gar nix.
00:17:55: Vielleicht haben die Eltern zu Hause, die können gar nichts mit Musik anfangen.
00:17:59: Nichts.
00:18:00: Und da können die auch keine Unterstützung bekommen.
00:18:02: Weil die Eltern keinen Noten lesen können, ja?
00:18:05: Und das einfach zu sehen ... Ich bin der King, ich hab da jemanden, der mir hilft und der hat vielleicht niemanden.
00:18:11: Dass man nicht auf jemand herabschaut, sondern sagt so ist das!
00:18:16: Und dass es einfach stehen kann wie's ist oder bestenfalls noch, kann ich dir helfen.
00:18:22: Mhm.
00:18:22: Da kann man dann auch schön die Brücke schlagen zum Glauben eben, dass Jesus alle diese Menschen zieht und den Rucksack.
00:18:28: Auf
00:18:28: jeden Fall.
00:18:29: Und was in dem Rucksack drin ist von allen.
00:18:31: Ich glaub, gerade bei Kindern kommt es super an so dieses ... ja cool!
00:18:36: Auch grade Kinder, die vielleicht betroffen sind und sich da wiedererkannt haben, dass sie ein Kind mit einem Rucksacks sind, einem schweren Rucksacker, ähm ... Die dann sehen hey Jesus zieht mich der weiß das auch wenn jetzt hier meine Freunde das bisher noch nicht so auf den Schirm hatten?
00:18:51: Genau Okay, wenn man sich seinen Privilegien bewusst isst wie kann man Sie denn jetzt nutzen, also so ganz bewusst in Alltagssituationen.
00:19:01: Ich denke einmal so das Hinschauen, das Wahrnehmen erst mal vielleicht im Bus wenn man irgendwie unterwegs ist oder in der Schule auf dem Spielplatz beim Einkaufen kurz hingucken und auch mit den Kindern drüber sprechen.
00:19:17: Mir fällt da auch ein so über Obdachlose wird ja auch schnell geurteilt von wegen ihr.
00:19:21: in Deutschland muss Niemand auf der Straße leben, es gibt genug Arbeit usw.
00:19:26: Aber es geht ja auch so schnell ... Wenn jemand mit Roggen zum Beispiel in Berührung kommt, du kannst so schnell abrutschen und dann landest du auf der Strasse und kommst da nicht mehr so raus?
00:19:38: Und auch solche Momente einfach zu nutzen und mit den Kindern ins Gespräch zu kommen oder auch mit den Menschen noch schöner?
00:19:48: oder dass man Besuche macht im Altenheim, das ist ja auch ganz klassisch.
00:19:53: Aber allein diese Begegnung macht schon sehr viel aus.
00:19:56: Ja aber auch mit den Kindern zu überlegen ... Ich denke die Kinder am Überall in Schulen und Kindergarten, Berührungspunkte mit anderen Kindern und Familien wo sie dann so den Blick dafür geschärft bekommen hey bei denen geht's nicht so einfach wie bei uns!
00:20:12: Die können sich das nicht so leicht leisten.
00:20:16: Ja, einfach gucken.
00:20:18: Wo kann ich vielleicht auch ein Licht sein für meinen Nächsten?
00:20:21: Für meine Freundinnen im Kindergarten oder so?
00:20:25: Mir fällt auch ein ... Gerade um Umgang.
00:20:27: Das reflektiere ich mit den Kindern immer recht viel von.
00:20:33: nicht alle Eltern haben Verständnis für die Kinder, weil sie nicht verstehen, dass Kinder impulsiv sind, dass sie emotionale Begleitung brauchen und deswegen können Also tun sich manche Kinder mit manchen Sachen schwer, so gemeinsame Lösungen finden.
00:20:45: Da braucht man ja ganz viel Unterstützung und Übung.
00:20:47: Und dass ich sowas dann auch mal thematisiere oder auch wenn Lehrer dann immer wieder einfach sehr schroff mit denen umgehen sagt die haben das vermutlich nie gelernt.
00:20:56: Das dahinter zu blicken ist doch eine Schade, oder?
00:20:59: Dass ich da den Blick versuche zu wenden von... Das ist ein Schatz, was du hast.
00:21:06: Und der hat diesen Schatz nicht.
00:21:07: Wir gucken, ob wir das irgendwie gemeinsam hinbekommen und es dir etwas abgeben von unserem Schatz?
00:21:12: Aber dass sie da eben auch so einen Bewusstsein für bekommen, dass es nicht selbstverständlich ist, was die da täglich erleben.
00:21:20: Also diese Dankbarkeit, die du da auch mit ansprichst, dass man die übt ... Also das machen wir, glaube ich sowieso.
00:21:26: So keine Ahnung, danke ... wenn wir beten am Abend oder so.
00:21:29: Danke dass wir einen Dach über den Kopf haben.
00:21:32: Das ist uns gut, dass wir gesund sind und leckeres Essen haben was auch immer.
00:21:36: Und da einfach kann man es auch noch ein bisschen erweitern und da auch noch so ein bisschen größeren Blick dafür bekommen.
00:21:47: Was wir haben und was andere vielleicht nicht haben.
00:21:50: Es gibt einfach eine große Wertschätzung Menschen gegenüber dass man versucht, sie zu verstehen.
00:21:56: Ja ich wünsch mir, dass wir eine neue Generation großziehen die einfach diese Wertschätzung hat diesen Blick für den anderen natürlich auch für sich selbst und ja dann auch Dinge verändern kann weil Privilegien zu haben bedeutet auch Macht zu haben.
00:22:13: Man macht man hat die Möglichkeit Dinge zu verändern oder aktiv zu werden wo Menschen die mit Nachteilen nicht diese Möglichkeit oder die Position haben.
00:22:24: Und da sehe ich uns als Christen einfach auch in der Verantwortung, in der Position das zu bewirken.
00:22:32: Ja vielen Dank für das tolle Gespräch!
00:22:35: Ich hoffe wir konnten unseren Hörerinnen und Höreren auch sehr viele Impulse und Tipps mitgeben.
00:22:42: Das war wieder eine Folge von Inbindung.
00:22:45: In Verbindung leben mit deinem Kind dir selbst und Gott Danke, dass du dich heute auf den Weg zu diesem Ziel gemacht hast.
00:22:53: Und wir freuen uns auch schon auf das nächste Mal mit dir wenn es weitergeht – mit dem Thema Teenager und Pubertät Teil eins!
Neuer Kommentar