Teenager & Pubertät – Wenn Eltern ihr Kind nicht mehr verstehen Teil 1
Shownotes
Pubertät stellt vieles auf den Kopf – für Jugendliche und für Eltern. Nähe fühlt sich plötzlich schwierig an, Gespräche brechen ab und das Gefühl entsteht: Ich verstehe mein Kind nicht mehr. Gemeinsam mit Caroline Naumann – Caroline Naumann – Internatsleiterin, Mitarbeiterin im schulpsychologischen Dienst, Pädagogin und Theologin – sprechen wir anhand realer Geschichten über Pubertät, Beziehung und das Gefühl, das eigene Kind plötzlich nicht mehr zu verstehen.
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Transkript anzeigen
00:00:00: Hi, schön dass du eingeschaltet hast bei Innenbindung.
00:00:03: Dem Podcast
00:00:04: Nummer eins für glaubensbasierte Elternschaft.
00:00:07: Bei uns geht es darum wie du dein Kind liebevoll begleiten kannst während du selbst
00:00:11: im Glauben
00:00:12: und in deinen Beziehungen wächst.
00:00:14: Heute ist mit mir im Studio Caro Naumann und mein Name ist Anna Bohrn.
00:00:19: In dieser Folge sprechen wir über Teenager & Puppatät Teil Eins Und falls du unseren Podcast noch nicht abonniert hast dann rück
00:00:27: jetzt auf
00:00:27: folgen und verpasse
00:00:28: keine Episode.
00:00:30: Vielen Dank, dass du dabei bist.
00:00:32: Lass uns starten!
00:00:42: Hallo Caro ich freue mich, dass Du da bist.
00:00:45: Wir sprechen heute ja über das Thema Pubertät und diese Phase stellt vieles auf den Kopf nicht nur bei den Jugendlichen selber sondern auch bei den Eltern im System Familie allgemein und wir wollen ganz praktisch sprechen über Beispiele, über Situation aus dem Familienalltag.
00:01:06: wirklich sehr, dass du da bist und diese
00:01:08: Erfahrung
00:01:10: mitbringst.
00:01:11: Ich glaub
00:01:12: viele
00:01:13: Hörerinnen freuen sich schon darauf weil wir haben sehr oft schon Zuschriften bekommen.
00:01:16: könnt ihr nicht mal was zum Thema Pubertät machen?
00:01:19: Ja in der Theorie können wir das also die Theorie kann ich euch geben.
00:01:23: aber da unsere Kinder selber noch nicht in der Phase sind freue mich dich zu Gast zu haben die wirklich sehr viel Erfahrung hat.
00:01:32: genau Karo Du bist Ich muss ablesen.
00:01:35: Du bist Internatsleiterin bei einem Schulzentrum und du arbeitest als Schulpsychologischen Dienst, du gleitest Jugendliche auch Eltern zu verschiedenen Fragen, ob Zuhause oder in der Schule?
00:01:52: Du bist Peter Goggin, Lebens- und Sozialberaterin.
00:01:56: Du hast auch Theologie studiert.
00:01:57: Ja!
00:01:59: Genau, du bist Selbstmutter von zwei Teenagern.
00:02:03: Habe ich noch irgendetwas vergessen?
00:02:04: Nein, ich glaube nicht.
00:02:05: Denn
00:02:06: die Kinder sind wie alt?
00:02:08: Siebzehn und fünfzehn.
00:02:09: Okay.
00:02:11: Lass uns gleich mal mit der ersten Frage starten!
00:02:15: Wir haben auch einen Aufruf gestartet wo unsere Follower uns Fragen stellen konnten zu dem Thema.
00:02:21: Eine Frage war... Ich verstehe meinen Kind nicht mehr.
00:02:27: Passiert das?
00:02:28: häufig ist es so ... Dass man die ... ja.
00:02:32: Ja, also ich denke manchmal ist dieser Schritt praktisch vom Kind sein zum Erwachsenwerden einfach Herausforderd an, sag' ich mal und dann gibt's der eine oder andere Challenge und kann schon mal sein dass man das Gefühl hat, ich bin jetzt im Fall schon filmen, wo ist eigentlich mein Kind hin?
00:02:52: Das kann ich total nachvollziehen, dass sich manchmal so anfühlt in verschiedenen Momenten Aber das passiert ja nicht über Nacht.
00:03:01: Das heißt, dass vom Kind zum Erwachsenen werden und diese Pubertät-Phase ... Das Kind wacht ja nicht am nächsten Tag auf und sagt, jetzt ist alles anders oder das Kind ist völlig anders?
00:03:11: Sondern es ist auch eine Entwicklung.
00:03:14: Ich glaub man kann so ein paar ... wie soll ich sagen ... Man kann so ein paar Zeichen sehen, sag ich mal auch beim eigenen Kind.
00:03:21: Wo man ein bisschen gucken kann und dann merkt okay jetzt schon langsam verändert sich was da tut sich etwas sozusagen und dann kann man auch ein paar Schritte überlegen die man vielleicht ganz bewusst auch machen kann und sich ein paar Gedanken machen kann vielleicht doch gemeinsam mit dem kind um den Übergang ein bisschen besser herzustellen.
00:03:42: Würdest du das denn so direkt mit dem Kind auch ansprechen?
00:03:45: wenn du so Zeichen bemerkst.
00:03:48: Punktuell, also es kommt drauf an.
00:03:50: Das Schöne zum Beispiel beim Thema pubertierende Kinder ist ja auch das kennen wahrscheinlich viele, dass sie nicht immer Bock haben zu reden.
00:03:57: D.h.,
00:03:58: nur weil ich jetzt sage, ich würde gerne mal mit denen sprechen führen zu diesem oder diesem Thema heißt es ja noch lange nicht, dass dann auch ein Gespräch stattfindet und schon gar nicht unbedingt ein produktives.
00:04:09: Ja Carol, lass uns zur nächsten Frage kommen!
00:04:11: Uns haben auch Eltern geschrieben.
00:04:13: Die Tochter ist vierzehn Jahre alt und es gab immer eine enge Beziehung zwischen der Mutter und der Tochter, aber seit einiger Zeit ist diese Beziehungen gereizt ... Und die Tochter werte die Mutter mehr ab oder ... Die Mutter hat das Gefühl, sie ist plötzlich der Feind.
00:04:31: Egal was sie sagt, ist falsch!
00:04:33: Was würdest du den Mutter raten?
00:04:37: Vielleicht ... ein bisschen die eigene Sichtweise auf diese Situation zu variieren.
00:04:44: Also ich verstehe, dass sich das manchmal so anfühlt – das kann ich total nachvollziehen.
00:04:49: Aber vielleicht kann man es auch so sehen, dass man versteht, dass die Kinder eine Art Sparringspartner brauchen in dem Alter und es ist eigentlich ein Kompliment, dass sie sich einen aussuchen sozusagen.
00:04:59: Kannst
00:05:00: du das kurz erklären?
00:05:02: Also Sparringpartner, das kennt man aus den Boxen.
00:05:05: Wenn man trainiert sozusagen für den eigentlichen Kampf dann hat man einen Partner mit dem am Vorfeld eben so in den Boxring steigt und versucht ein paar Moves zu machen und zu gucken wie man vorwärts kommt.
00:05:18: Und im Grunde ist es nicht so viel anders mit den Eltern und den Kindern ist jetzt vielleicht ... Das klingt so dramatisch, das meine ich nicht so Aber es ist schon.
00:05:25: manchmal fühlt sich an wie ein Kampf in der Pubertät zwischen Eltern und Kindern.
00:05:31: Wie gesagt, ich finde es eigentlich ein gutes Zeichen.
00:05:33: Wenn die Kinder sich so wohlfühlen zu Hause, dass sie den Kampf Zuhause ansetzen und gucken wie kann ich mich ein Stück weit auch ... mit meinen Eltern messen, sag ich jetzt mal und deine Konfrontation gehen.
00:05:46: Und im Grunde auch Grenzen austesten oder ausloten wie weit kann ich wo gehen?
00:05:52: Wie ist dann ... Ist nämlich auch so was man hat ja immer das Gefühl, dass die Kinder in dem Alter die Meinung der Eltern gar nicht mehr zu schätzen wissen oder es interessiert sie gar nicht, dass man denkt.
00:06:00: Das stimmt aber nicht!
00:06:01: Also die meisten Kinder haben ein großes Interesse zu wissen, was ihre Eltern über Dinge denken und wissen das zum Teil auch schon.
00:06:08: Weil wenn es um grundsätzliche Sachen geht ist ja nicht so dass sie mit zwölf zum ersten Mal in eine Familie kommen sondern die wissen ja schon genau welche Werte und welche Regelungen in der Familie da sind.
00:06:17: Das heißt das ist ihnen dann schon klar, die vergessen das auch nicht so schnell.
00:06:20: Aber es ist notwendig, dass sie lernen sich abzugrenzen.
00:06:23: Es ist notwendlich, dass Sie bestimmte Werte einfach für sich infrage stellen.
00:06:26: Dass sie selber drüber nachdenken, will ich das für mein Leben auch.
00:06:30: Finde ich das passend?
00:06:31: Dann das auch auszuprobieren.
00:06:33: Manche mehr und mancher weniger.
00:06:34: Manches sind deutlich angepasster, manche gar nicht angepasst.
00:06:38: Und schmeißen praktisch alles über Boat.
00:06:40: so gefühlt als Eltern hat man den Eindruck nixes hängenblieben von dem was man mitgeben wollt.
00:06:45: aber wie gesagt dass es alles ein Stück weiter austesten und dann gucken wo will ich eigentlich hin in meinem leben?
00:06:50: was passt für mich?
00:06:51: was passt nicht?
00:06:53: und das ist nicht an Abwerten von den Eltern Eigentlich, aber es fühlt sich so an.
00:06:57: Ich kann das schon verstehen.
00:06:58: Es ist eigentlich ein Übungsfeld ... Sie sich ausprobieren?
00:07:02: Du hast ja vorhin gesagt, die Meinung der Eltern ist schon sehr wichtig.
00:07:10: Was würdest du sagen, wie sollen die Eltern diese Meinung weitergeben?
00:07:14: Also fragen möchtest du einen Rat von mir oder einfach sagen was da so ...
00:07:22: Das ist super schwer zu sagen, weil es eben auf die Situation ankommt.
00:07:25: Es ist halt wirklich so ... dass manche von sich aus viel kommen und auch Sachen tatsächlich noch erzählen.
00:07:32: Also ich hab ja zwei Kinder bei meinen Kindern.
00:07:34: das ist so, dass ich alles erzählt bekommen kann.
00:07:37: Also geht nicht alles!
00:07:38: Ich bin nicht naiv.
00:07:40: Aber du sag mal jetzt, ich bin schon dran und krieg viel mit.
00:07:43: Und beim anderen Kind ist es so wie war die Schule gut?
00:07:47: Okay gibt's irgendwas Neues?
00:07:48: Nein Alles okay, ja.
00:07:52: Und wenn ich freue, ich stelle noch eine Frage mehr?
00:07:55: Dann ist sofort ein Bocher jetzt echt gern Bock auf Reden nach der Schule, lass mich bitte einfach kurz in Ruhe!
00:08:01: Von daher kommt halt eben stark drauf an und dementsprechend würde ich sagen je nach Kind, je nach Situation, je Nach Uhrzeit vielleicht kennen das auch manche Eltern und ich kenne das ganz viel aus dem Internat.
00:08:12: Ich bin auch Internatsleiterin neben uns.
00:08:15: da ist es auch so, dass viele ganz spät am Abend kommen und plötzlich zum Reden anfangen.
00:08:19: Also oft ist es so, das die so abgelenkt sind vom Alltag von Freunden, von Social Media, von Weisler Gokog was allem, dass sie dann am Abend nicht schlafen können weil sie die Probleme beschäftigen und dann kommen sie plötzlich und fangen an zu reden.
00:08:33: Und wenn man dann halt sagt, jetzt ist es aber eigentlich gute Nacht.
00:08:37: Dann ist's blöd!
00:08:38: Also ich bin noch mal kein Fan von Lasti Kinder und sagen wann wir ... wie wir das alles machen wollen im Setting?
00:08:44: Aber bei den Jugendlichen muss ich ganz ehrlich sagen sind Eltern nicht sehr schlau, wenn sie die Spots, die ihre Kinder ihnen geben umzureden weil sie plötzlich kommen und sagen, jetzt möchte ich sprechen.
00:08:54: Dann zu sagen nee, jetzt bin ich aber gerade beschäftigt oder jetzt hab' ich grad keine Lust.
00:09:01: Ich weiß nicht, ob du das vielleicht auch kennst.
00:09:03: Wenn du eine Freundin hast und dir telefoniert miteinander, dann kommt nonstop das sechsjährige Kind zwischen und quatscht rein.
00:09:10: Du kannst kein Gespräch fünf Minuten anuten!
00:09:12: Und die Mama ständig auf das Kind eingeht anstatt mal zu sagen Entschuldigung ich spreche gerade, du musst jetzt warten.
00:09:18: Also da bin ich absolut der Fan davon.
00:09:20: In der Pubertät.
00:09:21: allerdings sehe ich es anders.
00:09:22: Da sollte man das nutzen, diese Spots ... Das ist
00:09:24: wirklich so!
00:09:25: Es ging total blöd Vertrauen
00:09:26: schenken
00:09:27: Weil gerade bei den Älteren denkt man sich ja die Verstehende, dass ich grad im Gespräch bin, die können jetzt erwarten Ja, theoretisch Aber wie gesagt dann hat man halt eine Chance verpasst Die eventuell erst sehr spät wieder kommt weil sie da eben nicht offen sind zu einem anderen Zeitpunkt wo's mir grad passt.
00:09:41: Also das ist ein bisschen tricky.
00:09:44: Was erlebst du so wenn Jugendliche zu dir kommen?
00:09:46: Was bewegt Jugendlichen?
00:09:47: mit welchen Problemen kommen Sie zu dir um Beratungen aufzusuchen, bis da so Gemeinsamkeiten oder Hauptpunkte.
00:09:55: Ja ja aber das sind trotzdem sehr vielfältig.
00:09:58: also was oft ist die Probleme der Eltern.
00:10:03: Die Eltern unterschätzen oft maßlos was ihre Kinder alles mitbekommen und das belastet sie sehr.
00:10:10: Gleichzeitig wollen Sie die mit den Eltern nicht drüber sprechen, weil sie das Gefühl haben, dann würden sie älteren ja noch mehr belasten.
00:10:16: Weil die Eltern denken, dass sie eine Last für das Kind sind und das macht die Eltern traurig und das wollen die Kinder nicht.
00:10:22: Also es ist so ganz ungünstig in der Dynamik.
00:10:26: Dann Schule natürlich also halt gar kein Bock auf Schule.
00:10:31: Dann andere Erfahrungen mit Mitschülern oder Freunden, die negativ sind sexuelle Übergriffe, also solche Sachen würde ich sagen so insgesamt.
00:10:42: Und auch eben dieses... Also was viele gemeinsam haben tatsächlich in den Gesprächen ist dass die sagen Ich habe das Gefühl meine Eltern verstehen mich nicht.
00:10:53: Also ich versuche ihnen etwas zu erklären aber die nehmen das nicht ernst.
00:10:59: und
00:10:59: ja es ist schwierig für die Jugendlichen manchmal wenn sie sich nicht gehört fühlen
00:11:04: Auf jeden Fall.
00:11:06: Genau so hört man dann auf der anderen Seite, ich verstehe meinen Kind nicht mehr und die Jugendlichen sagen meine Eltern verstehen mich nicht.
00:11:12: Ja
00:11:14: genau das ist die Challenge.
00:11:16: also ich glaube dass ganz vielen mit offener Kommunikation antiken besser werden kann viel auch im Ich bleiben, wie das aber eigentlich bei Erwachsenen besser ist.
00:11:31: Dass man die ich Botschaften verwendet.
00:11:34: Vielleicht auch dazu zu sagen eben für mich fühlt sich es grad so an sagt mir wenn ich's falsch empfinde vielleicht blieb ich voll daneben Aber ich hab den Eindruck dass und so weiter.
00:11:44: dann kann man gucken Wenn Kinder nicht um Rat fragen explizit wer euch zurückhaltend Im
00:11:54: Gespräch.
00:11:55: Aber man kann, das heißt nicht, dass man es nicht aufgreifen kann.
00:11:58: Vielleicht zu einem anderen Zeitpunkt?
00:11:59: Also ich denke, wenn Jugendliche kommen und etwas besprechen wollen, dann sollen sie da sagen was sie sagen möchten.
00:12:06: Und klar kann man dann sagen okay habe ich dich richtig verstanden.
00:12:09: Das und das.
00:12:10: Okay das finde ich spannend.
00:12:11: oder ja okay krasse Sache.
00:12:14: also da kann man schon ein bisschen was rüberbringen von der Emotion.
00:12:17: wie man es sieht sag' ich
00:12:18: mal
00:12:19: ohne direkt eben die Lehren zu sein oder zu sagen boah das würde ich aber ganz anders machen Das ist halt schwierig.
00:12:25: Also mal lieber
00:12:27: zuhören
00:12:27: und mal gucken, wie sich Ihre sich nachfragen.
00:12:29: Okay, habe ich verstanden?
00:12:31: Du möchtest das jetzt so
00:12:32: machen.".
00:12:33: Und dann kann es sich ja was ergeben, wie gesagt aber... Ich würde am Anfang jetzt zurückhaltend sein mit kleinen Ansagen sag' ich jetzt mal.
00:12:43: Ja vielleicht können wir an dem Punkt nochmal zusammenfassen, was braucht ... die Beziehung Eltern-Kind, also gerade in der Phase.
00:12:50: Ich hab jetzt rausgehört eine Offenheit einfach und ein Vertrauensverhältnis ... Dann auch ganz viel Feingefühl ja?
00:13:00: Wann man was sagt und dass man eher so auf Zeichen achtet oder ... Vielleicht auf nonverbale Kommunikation.
00:13:08: Dinge nicht zu persönlich nehmen?
00:13:09: Okay, ein ganz wichtiger Punkt.
00:13:12: Was heißt das konkret?
00:13:13: Das, was wir vorhin gesprochen haben ... Manchmal fühlt sich sehr nach Ablehnung an, manchmal fühlt es sich schon sehr nach Feindschaft anfasst oder ich hab das Gefühl mein Kind hasst mich sogar.
00:13:23: Sogar das krieg ich manchmal gesagt, dass man das älterndes Gefühl hat.
00:13:29: Aber eben ... Also der Punkt ist nicht, dass das Kind die Eltern hast.
00:13:34: Sondern das ist in einer Entwicklungsphase, wo sich selbst kennenlernt und gucken muss.
00:13:38: Was möchte ich nicht?
00:13:40: Und da gibt es eben Abgrenzung, Reibereien, Stress ... Das gehört halt dazu.
00:13:47: Wenn man das aber superpersönlich nimmt und ständig auf sich bezieht... Vielleicht auch das höre ich oft, dass die Eltern ... Von den Jugendlichen höre Ich das oft.
00:13:57: Dass auch die Eltern ihren Stress aus der Arbeit oder Beziehung.
00:14:01: Die haben natürlich ein dünnes Nervenkostüm.
00:14:02: Ich versteh das, ich kenn ja auch Stress, kennt jeder!
00:14:06: Aber es ist tatsächlich dann tricky, wenn man das halt so direkt auf die Kinder loslässt und dann eben Dinge persönlich nimmt weil man eh schon nur noch ein dühnes Fell hat und gereizt ist und dann sagt das Kind vielleicht noch irgendein blöden Satz der halt irgendwie batzig oder angriffig ist?
00:14:21: Und dann ... Ja genau, da hat man gleich den Mega-Stress zu Hause.
00:14:25: Okay also das heißt nicht dass die Beziehung irgendwie jetzt kaputt ist Wenn man das Gefühl hat, mein Kind ist jetzt die ganze Zeit gegen mich.
00:14:33: Sondern es ist eine ganz normale Entwicklungsphase und ich glaube auch den Punkt, den du angesprochen hast, wenn Eltern das zu persönlich nehmen, dann fallen sie ja irgendwie quasi in die Opferrolle und sehen gar nicht mehr die Not des Kindes.
00:14:46: Ja, das kann passieren, ne?
00:14:48: Wenn Sie da nur sich sehen.
00:14:49: okay, mein kind lehnt mich jetzt ab oder ... Es hasst mich, wenn man das jetzt zu persönlich nimmt.
00:14:55: Das kann passieren!
00:14:56: Man dem Blick nicht mehr hat.
00:14:57: Ich glaub, noch ein Thema ist das Thema Kontrolle.
00:15:01: Mhm.
00:15:02: Dass viele Eltern eben ... das Gefühl haben, sie verlieren die Kontrolle über ihr Kind und umso mehr versuchen Sie dann mit Regeln und mit ganz klarem rigorosen Grenzen sag ich mal dagegen zu halten.
00:15:17: Und das führt meistens dann zu einem Kleinkrieg.
00:15:21: Also ja... also ich sage nicht gegen Grenzen, ich sag nicht man darf keine Regeln haben, das meine ich nicht.
00:15:28: Aber ich denke eben, der Erziehungspart sollte vor allem im Kindheitsbereich angesiedelt sein.
00:15:36: Und dann später so ab ... Ja, kommt auch da.
00:15:39: Auch da kommt es darauf an.
00:15:39: Der eine ist schon mit zehn, elf, zwölf soweit, der andere erst mit drei, zehn, vierzehn.
00:15:43: Aber sobald man merkt, dass das Kind in der Pubertät ist, sollte man gucken, dass man den Übergang schafft, dem Kind mehr Verantwortung übergibt in den Bereichen, wo man denkt, dass es sinnvoll ist und was bringt.
00:15:56: dass die lernen, selbst verantwortlich zu sein und dass sie auch sehen, man ihnen das zutraut.
00:16:00: Dass sie Verantwortung übernehmen.
00:16:02: Und dann eben mehr in diesen Beziehungsbereich reinzugehen als im Erdziehungs- bereich zu bleiben mit ganz strengen Regeln, ganz viel Kontrolle, ganz vielen Grenzen.
00:16:11: Auch eben zur Besprechung ... Du möchtest zu der Geburtstagsparty gehen am Wochenende?
00:16:15: Aha!
00:16:16: Mhm.
00:16:17: So ist es.
00:16:18: Aha.
00:16:19: Wo ist die?
00:16:20: Klaff stellt man die Fragen logisch.
00:16:22: Es sagt ja nicht, dass egal geht und kommt irgendwann wieder.
00:16:24: Logisch.
00:16:26: Aber man kann ja alles besprechen mit den Kindern und dann sagen, okay, pass auf.
00:16:30: Das ist in, weiß ich nicht jetzt keine Ahnung, in Darmstadt.
00:16:33: Da fühle ich mich nicht ganz so wohl.
00:16:34: wenn du um eins in der Früh noch im Bahnhof stehst und dann irgendwie heimfasst Dann lass mal ausmachen Ich hole dich ab aber dafür Vielleicht dann um zwölf, weil ich muss irgendwann ins Bett.
00:16:43: Also dass man dann in das Gespräch geht einfach miteinander und nicht direkt ... hab' ich auch schon oft gehört.
00:16:49: von Schülern, die sagen meine Eltern erlauben mir gar nichts.
00:16:52: Die dürfen nicht mal auf Geburtstagsverein gehen, weil dort gibt's Alkohol also dürfen sie dort nicht hin.
00:16:57: So fertig!
00:16:58: Wozu führt das?
00:16:59: zu ganz viel Stress?
00:17:02: Weil die Kinder natürlich erzählen, kein Problem.
00:17:05: Alles klar habe ich verstanden.
00:17:07: Ich
00:17:07: finde einen anderen Weg.
00:17:08: Und melden Sie sich zum Freund ab und die Eltern sind auch nicht blöd.
00:17:12: Die kontrollieren dann, gucken vielleicht auf den Standort.
00:17:14: Den ja auch viele wieder.
00:17:15: Auch so ein eigenes Thema übrigens.
00:17:16: Standortkontrollieren aber egal!
00:17:19: Wo die Eltern gucken und dann sehen sie, der ist nicht da.
00:17:21: Dann gibt's natürlich da ein Riesentheater wieder.
00:17:23: Da hast du auch noch einen Monat.
00:17:24: Das funktioniert gar nicht.
00:17:26: Ich hab mich von Anfang an unverstanden gefühlt.
00:17:29: Ich wollte gerne zu der Feier.
00:17:30: Du hast es verboten wir konnten keinen Kompromiss finden.
00:17:33: Jetzt kontrollierst du mich noch.
00:17:35: Und so gehts dahin!
00:17:36: Also das ist halt ... So reitet man sich wunderbar in diese Themen hinein.
00:17:42: Genau also ich habe jetzt rausgehört.
00:17:44: bisschen Kontrolle abgeben mehr Vertrauen schenken Ganz wie Kommunikation, miteinander reden und Kompromisse eingehen.
00:17:54: Bedürfnisse erkennen?
00:17:56: Die Gemeinschaft von Jugendlichen und mit anderen Jugendlichen ist ein Bedürftnis.
00:18:02: Genau also diese Party auf die Party zu gehen, das Bedürfeness dahinter ist eine Gemeinsschaft oder Freundschaft.
00:18:07: Dazu
00:18:08: gehören!
00:18:09: Das
00:18:09: ist super, super wichtig.
00:18:11: und du willst auch nicht... Dann kann man am nächsten Tag in die Schule gehen.
00:18:13: Jeder erzählt von einer coolen Party und du bist der einzige, der nicht da war?
00:18:16: Es ist nicht cool!
00:18:21: Ich sag noch mal, ich sage nicht, man muss alles erlauben.
00:18:23: Aber ja ... Man muss gucken.
00:18:25: Und trotzdem auch informiert bleiben, wo ist mein Kind.
00:18:27: Genau.
00:18:28: Das geht nicht darum, das Kind komplett
00:18:31: frei
00:18:31: loszulassen.
00:18:31: Nee, gar
00:18:32: nicht.
00:18:33: Ja was, wie ist das denn?
00:18:35: Ihr habt zum Beispiel eine Uhrzeit vereinbart, wann das Kind von der Partie jetzt nach Hause kommen soll.
00:18:41: Das Kind ist zu der Zeit nicht da, sondern kommt ein oder zwei Stunden später.
00:18:47: Wie geht man damit um?
00:18:50: Sind ja auch häufig Streitthemen dann bei Eltern kenn ich von mir auch damals.
00:18:56: Ich würd sagen, es kommt darauf an, worum's geht.
00:18:58: Also warum ist das Kind so spät gekommen, dass man das mal fragt.
00:19:02: Allerdings vielleicht auch nicht immer ins Endefrüh, wenn man hier schon komplett angepisst ist und nicht mehr schlafen kann, weil das Kind nicht einem kommen ist.
00:19:08: Und das Kind auch ... in Wahrheit übermüdet oder übertretet ist und vielleicht auch was getrunken hat, dann brauch ich deine Diskussion anfangen.
00:19:15: Sag ich gute Nacht!
00:19:16: Wir sprechen uns morgen und fertig.
00:19:19: Und dann eben am nächsten Tag drüber reden, fragen, was los war?
00:19:23: Warum das sein kann?
00:19:24: Dass wenn man eigentlich sich darauf verlässt und da eben auch Vertrauen hat und sagt du darfst das unter der Prämisse und dann läuft es so wie kommt's?
00:19:35: und dann eben mal hören.
00:19:37: Das heißt nicht, dass die Geschichte, die man hört, auch der Wahrheit entspricht.
00:19:40: So naiv darf man auch nicht sein?
00:19:41: Also, who knows ... Aber meine Güte!
00:19:46: Die Wahrheit-Wahrheit wird man selten erruieren können.
00:19:50: Man muss ein Stück weit mit der Wahrheiten noch arbeiten und gucken.
00:19:53: Und versuchen drauf einzugehen und zu sagen, beim nächsten Mal hätte ich das gar nicht anders, weil X, Y und Z. Ich bin kein Fan davon, dass man dann sofort eine Konsequenz sieht und sagt das war es jetzt beim nächsten Mal darfst du nicht mehr hin.
00:20:07: Sondern ich würde eben ins Gespräch gehen, würd gucken hören worum's geht.
00:20:11: Also was ist das Bedürfnis dahinter gewesen?
00:20:13: Was war
00:20:13: das Thema?
00:20:14: Genau!
00:20:15: Was war eigentlich der Grund?
00:20:16: Und dann zu sagen okay beim nächsten mal möchte ich das anders weil wenn das da nicht funktioniert, dann müssen wir zusammen so überlegen.
00:20:22: Also ich bin eher ein Lass noch einmal probieren und dann eine Koncequenz setzen also vor zu sagen so jetzt ist feierabend
00:20:30: Ja, das würde dann wieder voraussetzen.
00:20:32: Eine Strahe auszusprechen, eine Konsequenz ... Dann erfolgt wieder so ne Blockade vom Kind aus und ja, da steht irgendwas zwischen.
00:20:41: Genau.
00:20:42: Also ich ... Bei uns war auch mal ein Thema mit Schule-Schwenzen und solche Sachen.
00:20:48: Und da war es bei mir als Elternteil jetzt auch so, dass ich hab das besprochen.
00:20:55: Ich konnte nachvollziehen, worum's gegangen ist.
00:20:58: Und es war ... für mich dann einfach so, dass ich gesagt hab gut das Thema ist für mich erledigt.
00:21:04: Also wir hatten es besprochen und fertig!
00:21:05: Ich brauch da keine Konsequenz setzen.
00:21:07: warum?
00:21:08: Ist auch nie wer vorgekommen.
00:21:09: seitdem
00:21:10: also du hast schon eine Einsicht erkannt bei deinem Kind und das war nicht notwendig.
00:21:14: Ja und vor allem den Grund verlegen.
00:21:16: Das war was Besöhnliches in dem Fall von meinem Kind und konnte sich nachvollziehen und hat mir auch geholfen besser zu verstehen wie's grad in der Schule ausschaut.
00:21:26: einfach Und damit hat das gepasst, ja.
00:21:29: Ja also Verständnis ist ein ganz wichtiger Punkt hier füreinander.
00:21:34: Wie ist es denn beim Thema Alkohol?
00:21:35: Jetzt sind wir bei der Party immer noch zu spät gekommen, hatten wir Alkohl trinken.
00:21:41: wie geht's so persönlich damit?
00:21:42: und was besprechen die das Zuhause im Vorfeld?
00:21:47: Wie klärst du deine Kinder auf?
00:21:48: Also ich versuch, meine Kinder tatsächlich da gar nicht so stark zu reglementieren.
00:21:53: Die sind ja nicht dämlich.
00:21:55: Also die wissen was Alkohol ist und was passiert wenn man Alkohl trinkt.
00:21:58: Das muss man heute sogar nie mehr erklären!
00:22:00: Das ist denen schon klar und haben auch Freunde, die übers Maß schlagen wollen und dann sehen sie auch was passiert.
00:22:05: also kein Jugendlicher heute weiß nichts, was da passiert.
00:22:10: Von daher, ich versuch das entspannt zu nehmen.
00:22:12: Ich sage ihnen auch du bist eure Entscheidung ihr könnt was trinken ist okay.
00:22:17: Gut bei meinem siebzehnjährigen ... Was soll ich da noch?
00:22:20: Also der muss schon langsam selber wissen was er macht und was er nicht macht Und hab aber tatsächlich noch nie schlechte Erfahrungen mit meinen Kindern gehabt, muss ich ganz ehrlich sagen eben, es ist kein Verbot.
00:22:30: Ja und je verbotender das so reizvoller... Uns
00:22:32: interessanter ist es genau.
00:22:34: aber gut ich verstehe auch wenn man grundsätzlich eben von den eigenen Werten sagt ich möchte dass unter gar keinen Umstand dann ist das viel schwieriger als wenn ich jetzt sage okay nicht dass ich jetzt sagen das ist für mich ein Thema aber grundsätzlich jetzt ja dass ich sage ich kann damit leben meine Kinder mal was trinken dann ist es natürlich deutlich entspannter.
00:22:50: dann kann ich das Thema auch ein bisschen entspannen nehmen.
00:22:52: also wenn ich sag nein es geht
00:22:54: gar nicht für mich
00:22:55: dass meine Kinder etwas trinken das ist dann immer ein bisschen schwieriger
00:22:58: Ja,
00:22:58: weil dann einen Konsens zu finden ist tricky natürlich.
00:23:01: Auf jeden Fall!
00:23:03: Okay, Karo für heute sind wir jetzt erstmal schon durch mit der Zeit aber ich freue mich dass du gleich nochmal da bist wenn es geht um Teil zwei und dann werden wir auch noch mal ein paar Situationen durchgehen und besprechen.
00:23:16: Ich danke dir das du deine Expertise mit reingebracht hast, deine persönliche Erfahrung und ja freu mich aufs nächste Mal
00:23:24: Danke.
00:23:26: Das war wieder eine Folge von Entbindung.
00:23:28: Ein Verbindungsleben mit deinem Kind, dir selbst
00:23:30: und Gott!
00:23:32: Danke, dass du dich heute auf den Weg zu diesem Ziel gemacht hast – wir freuen uns auch schon auf das nächste Mal mit dir wenn es weitergeht mit dem Thema Teenager und Pubertät Teil zwei.
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