Warum sich dein Glaube verändern darf – und was Freiheit in Christus wirklich bedeutet
Shownotes
Was bedeutet echte Freiheit in Christus – und wie verändert sie unseren Glauben? In dieser Podcastfolge spricht Julia mit Dennis (@ermutigungsmann), der einige Jahre Pastor war. Er gibt einen persönlichen Einblick in seinen Weg – von innerem Druck im Glauben hin zu einer neuen Freiheit, die er heute in seiner Beziehung zu Jesus erlebt. Gemeinsam sprechen wir darüber, was es bedeutet, Glauben nicht aus Leistung, sondern aus Beziehung zu leben.
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00:00:00: Hey!
00:00:01: Schön, dass du eingeschaltet hast bei Inbindung.
00:00:03: Dem Podcast Nummer eins für glaubensbasierte Elternschaft.
00:00:07: Bei uns geht es
00:00:07: darum wie du dein Kind liebevoll begleiten kannst während du selbst
00:00:11: im Glauben
00:00:11: und in deinen
00:00:12: Beziehungen
00:00:12: wächst.
00:00:13: Heute online zugeschaltet ist mein Gast Dennis Bischoff
00:00:17: Und mein Name ist
00:00:18: Julia Vanicek.
00:00:20: In dieser Folge sprechen wir über Freiheit in Christus Warum sich der Glaube ändern darf?
00:00:25: Wenn Du uns noch nicht abonniert hast Dann drück jetzt
00:00:28: auf Folgen
00:00:29: und verpasse keine Episode.
00:00:31: Wir freuen uns auch immer über Feedback- und Kommentare!
00:00:34: Vielen Dank, dass du dabei bist.
00:00:36: Los geht's!
00:00:47: Hey Dennis schön, dass Du da bist.
00:00:49: herzlich willkommen bei uns.
00:00:51: ich freue mich
00:00:52: sehr.
00:00:54: Ich mich auch.
00:00:54: wir kennen uns weil Du uns als Team von in Bindung schon mehrmals gecoached hast tolle Prozesse angestoßen, hast du uns da weitergeholfen.
00:01:04: Hast in unserer Arbeit als Team, als Inbindungsteam und ... Du hast aber auch ganz viel Selbstspannendes zu erzählen.
00:01:11: Deswegen haben wir gedacht, wir laden dich mal ein und freuen uns, dass es auf diesem Weg geklappt hat.
00:01:16: Und bevor wir ins Thema einsteigen, kannst du kurz was zu dir selber sagen?
00:01:20: Dennis, wer bist du?
00:01:21: Was bewegt dich gerade?
00:01:24: Ja, sehr gerne!
00:01:24: Vielen Dank noch mal.
00:01:25: Ich freu mich sehr dabei zu sein aus dieser Perspektive.
00:01:29: Ja, ich bin Dennis.
00:01:30: Ich bin je nach Ausstrahlung entweder neununddreißig oder vierzig lebe im Ruhrgebiet Bin Vater zweier Kinder Ich bin Deutsch-Portugiese also ich habe die doppelte Staatsbürgerschaft und genau bin gerade voll in Paddle Fieber Also ist ja grade eh in Deutschland total hip.
00:01:51: Das ist so mein Freizeitausgleich.
00:01:55: Und ansonsten was beschäftigt mich gerade?
00:01:57: Also natürlich neben meine Familie, Freunden etc.
00:02:01: Tatsächlich das Thema von heute.
00:02:02: deswegen freue ich mich sehr dass wir darüber sprechen können Freiheit in Christus Frieden in Christos.
00:02:07: aber ich beschäftige mich gerade auch viel mit dem thema KI sowohl beruflich als auch privat und beleuchte es auch so ein bisschen theologisch Und auch sociologisch weil mich einfach interessiert was macht das mit uns?
00:02:18: Als menschen als gesellschaft und auch mit unserem menschenbild?
00:02:21: und genau das sind so die Themen Die gerade bei mir so los sind.
00:02:24: ja sehr cool.
00:02:25: sag noch mal was du berufliche auch machst
00:02:29: Ich bin Agile Coach, also ich beschäftige mich mit Team Performance, Team Dynamik und bin da auch gerade Teamleiter.
00:02:37: Cool!
00:02:37: Okay danke dir.
00:02:39: Dein Glaube – wir haben ja schon darüber gesprochen ein bisschen – hat sich im Laufe deines Lebens verändert?
00:02:45: Und würdest du jetzt sagen das es eher ein schleichender Prozess war oder gab's so einen bestimmten Moment der in dir was verschoben hat?
00:02:52: und wenn du jetzt so drauf zurückblickst Wie würdest du sagen, unterscheidet sich dein Glaube heute von dem wie du ihn früher gelebt hast?
00:03:00: Hm.
00:03:02: Ja, das ist eine gute Frage und ich hab da im Nachdenken es mir so bewusst geworden dass ... Ich mich definitiv an So-Aha-Momente erinnern kann also wirklich Momente wo ich das Gefühl habe ich sehe jetzt Dinge anders als vorher.
00:03:17: Da sind mindestens drei gewesen.
00:03:19: Das erste Als sie mich tatsächlich bewusst für Jesus entschieden habe, also sich sozusagen bewusst zum Glauben gekommen bin.
00:03:26: Das war natürlich ein ganz existenzieller Moment und absoluter life-changing aha moment.
00:03:32: der zweite war als ich nach einigen jahren noch mal mehr verstanden habe erstmal wie zentral christus ist weil ich muss gestehen dass ich am anfangen mich vor allen Dingen dafür entschieden habe, weil das Thema Tod bei mir sehr präsent war und ich dann eine große Hoffnung für mich gesehen habe auch mit dieser Angst vorm Tod umzugehen.
00:03:53: Das war so der Fokus, sag ich mal, der ersten Jahre.
00:03:57: Dann war so ein zweiter Aha-Moment als ich eben nochmal verstanden habe, wer Christus ist und dass er jetzt schon stärker am Partner für mich ist?
00:04:04: Und der dritte Aha-Moment liegt noch nicht so viele Jahre zurück noch mal tiefer verstanden habe, was eigentlich das Evangelium bedeutet und wie frei wir eigentlich sind.
00:04:15: Und wie viel Frieden wir eigentlich drin
00:04:16: haben.".
00:04:17: Das waren diese Aha-Momente aber ich muss auch immer wieder sagen dass er es wahrscheinlich einfach Dinge manifestiert hat die vor schon sich entwickelt haben weil wenn ich mir alte Predigten angucke und ich war ja fünf Jahre Pastor dann sehe ich da Themen schon aufgegriffen wurden die jetzt mir nochmal präsenter oder wichtiger geworden sind.
00:04:36: also Von da ist es irgendwie beides.
00:04:38: Es ist definitiv ein längerer Weg, der sich aber immer wieder durch so eine Haarmomente neu herauskristallisiert hat.
00:04:46: Mhm.
00:04:46: Ja?
00:04:46: Genau!
00:04:47: Das war die erste Frage.
00:04:48: Ich glaub dann, die zweite war was...
00:04:50: Wie sich dein Glaube heute von dem unterscheidet wie du ihn früher gelebt hast?
00:04:55: Ja, genau das eine hatte ich schon anklicken lassen.
00:04:59: also als erstes war's für mich wirklich so ne Rettungsanker.
00:05:03: Ich hatte mit schwerem psychischen Problem zu kämpfen nach einem Schicksalsschlag bei uns in der Familie.
00:05:10: Mit Panikattacken und Todesängsten, also das kann ich so ganz offen und ehrlich sagen.
00:05:16: Und deswegen war das erst mal für mich ein totaler Rettungsanker.
00:05:21: Dann hat sich es über die Jahre hin entwickelt zu viel mehr Begleitung auch im Alltag.
00:05:29: wo es vielleicht auch früher viel mehr darum ging, irgendwie die richtige Performance an den Tag zu legen.
00:05:34: Merke ich, dass es jetzt vielmehr darum geht für mich ja einfach zu sein in Christus zu sein meiner Identität gemäß zu leben und eben diese Freiheit diesen Friedenanspruch zu nehmen.
00:05:45: also da hat sich definitiv was verändert.
00:05:48: Ja danke dir!
00:05:49: Du hast es schon anklicken lassen.
00:05:50: du hast einige Jahre auch als Pastor gearbeitet, hast Theologie auch erst mal studiert und dann hast du dich entschieden einen neuen beruflichen Weg zu gehen.
00:06:01: Hattet es auch irgendwelche Auswirkungen auf deinen Glauben?
00:06:04: Wie ging's dir in dieser Zeit mit deinem Glaubens?
00:06:08: Ja das ist ganz interessant weil wenn Leute von meiner Transition da hören, dann fragen sie immer ja was ist denn mit deinm Glaub oder glaubst du nicht mehr?
00:06:17: auch oder auch gerne mal gefragt Und tatsächlich habe ich es genau andersrum erlebt, und zwar war der Glaube für mich in dieser Zeit eine unglaubliche Stütze.
00:06:26: Denn ich bin jetzt nicht ausgestiegen, weil ich plötzlich nicht mehr an Gott geglaubt habe – da gab's andere Gründe, warum ich das Gefühl hatte, ich bin ja nicht mehr am richtigen Platz!
00:06:35: Der Glaube hat mich eher bei getragen, weil mir bewusst geworden ist, dass meine Berufung in Christus größer ist als mein Beruf.
00:06:46: Klar, jetzt passt es natürlich immer noch mal etwas, was ein bisschen anders ist als manche andere Berufe.
00:06:50: Das will ich gar nicht leugnen.
00:06:52: und dennoch ist das, wozu Gott mich gerufen hat größer.
00:06:56: Und das hat mir sehr geholfen auch dass ich ... Den Eindruck hatte, dass im Einklang mit Gott passiert.
00:07:03: Und zu guter Letzt hab' ich's auch halt sehr gesegnet erlebt weil... Ich war ja dann ein absoluter Quereinsteiger!
00:07:10: Ich bin eher im IT-Kontext unterwegs damit habe ich nicht viel zu tun Und ich hab in kürzester Zeit eine Anstellung gefunden und ne Karriere, für die ich bis heute dankbar bin.
00:07:20: Das führe ich auch ganz klar auf Gottes Segen zurück.
00:07:23: Also von daher war es auf jeden Fall ne Stütze kann ich nicht anders sagen.
00:07:27: Ja danke dir!
00:07:29: Du hast es schon angesprochen dieses Thema Freiheit in Christus dass dir das sehr wichtig ist.
00:07:36: Auch gleichzeitig hast du gesagt, dass dir der Begriff Frieden in letzter Zeit immer wichtiger geworden ist.
00:07:42: Kannst du da noch ein bisschen tiefer drauf eingehen, wenn du das mit deinen Worten jetzt so beschreiben würdest?
00:07:47: Was bedeutet diese Freiheit oder dieser Frieden für dich ganz konkret.
00:07:54: Ja gerne also ... Seine ist für mich bei Freiheit auf jeden Fall ganz viel Freiheit von Angst.
00:08:00: Das hatte ich ja gerade erwähnt, dass für mich, ja genau Todesangst, es war ein Riesenthema und generell, dass so Angst als Muster ist etwas was bei mir sehr präsent war Ja, auch immer mal wieder auftaucht.
00:08:12: Deswegen ist da für mich Freiheit auf jeden Fall sehr wichtig.
00:08:17: Freiheit aber
00:08:18: auch
00:08:19: von Erwartung in anderer ... Also mir geht's gar nicht darum, dass mir andere egal sind oder so, das überhaupt nicht.
00:08:26: Aber ich bin jemand der sehr harmoniebedürftig ist und da tut es manchmal gut sich bewusst zu machen, dass ich frei bin anderen zu dienen, aber ich mach' das nicht um mir einen Wert zu erkaufen oder zu erarbeiten.
00:08:39: Das erlebe ich auch als sehr hilfreich.
00:08:42: Und daraus resultiert für mich ein Friede, vor allen Dingen so auf emotionaler und gerade auch auf mentaler Ebene.
00:08:50: Weil für jemanden der jahrelang mit Panikattacken- und psychischen Problems zu kämpfen hatte ist mentaler Friede so ein Geschenk ... Als ich damals meinen Predigten über meine Geschichte erzählt habe, hab' ich immer wieder auch gerne gesagt was für ein Segen ist, es einfach wieder ruhig einschlafen zu können.
00:09:09: Das sind Leute, die darunter leiden überhaupt nicht selbstverständlich.
00:09:13: Weil man jeden Abend denkt, man ist schwer krank oder erstickt?
00:09:20: Von daher allein das ist auch schon irgendwie Friede zu sagen, wo ich kann mich hinlegen und ich komm einfach zur Ruhe.
00:09:26: Das hab ich auf jeden Fall noch mal ganz stark erlebt.
00:09:30: Wie gesagt durch diese Identität in Christus ... Auch emotionaler Frieden Ich bin jetzt schon über zwanzig Jahre ... ist es her, dass ich mich für Jesus bewusst entschieden habe.
00:09:42: Und trotzdem hab ich gemerkt, das ich dann noch mal mehr Frieden haben kann als ich vorgedacht habe.
00:09:47: Das war echt eine ganz tolle Erfahrung.
00:09:52: Aber auch im Wachstum bin ich ehrlich.
00:09:54: Auch die Tage sehen bei mir unterschiedlich aus.
00:09:57: Also wenn's damals sehr stressig ist oder alte Muster wieder hochkommen, weil ich durch irgendwas geträgt bin dann ist jetzt nicht jeder Tag eitler Sonnenschein.
00:10:09: Aber ich merke, dass ich da Wachstum erlebt habe und weitererlebe mit Gott dran
00:10:14: bin.".
00:10:15: Ja super danke!
00:10:17: Du beschreibst es so richtig schön, er kann man so richtig mitfüllen und fühlt das auch so diese Erleichterung.
00:10:23: Es hört sich auch an, dass dann ... Also war das so?
00:10:27: Dass ich denn glaube früher eher ein bisschen auch manchmal nach Druck- und Leistungen angefühlt hat.
00:10:33: Wie hat sich das heute geändert?
00:10:37: Ja, das ist ganz spannend.
00:10:39: Die allererste Zeit war so eine Honeymoon-Phase, ne?
00:10:42: Also da war ich ... Boah!
00:10:45: On Fire.
00:10:46: Ich muss auch dazu sagen dass vom Tag meiner Taufe an war ich plötzlich drei Jahre angstfrei von den Panikattacken befreit.
00:10:54: Davor hatte ich's wie gesagt mehrmals die Woche manchmal täglich.
00:10:58: Das war so boah, totales Erlebnis.
00:11:01: Ich musste aber dazusagen, dass dann tatsächlich irgendwann die Angst sich einen anderen Weg gesucht hat.
00:11:07: Dann ging es vielleicht nicht mehr so in diese klassische Angst vorm Tod, aber da der Glaube oder das Gott mich davon befreit hat, hat die Angst genutzt um dann mich zu fragen, Moment mal bist du denn mit Gott noch im Reinen?
00:11:19: Da muss ich schon sagen, kam eine Dimension hinein, die stark auf Performance geachtet hat und ganz oft auch einfach Überzeugungen übernommen hat von anderen.
00:11:32: Das war nicht unbedingt immer mein eigenes ... mein eigener Erkenntnis und meine eigene Bibel-Erkenntnis.
00:11:37: Das hat jemand gesagt, den ich vielleicht respektiert habe oder wo ich das Gefühl hatte die Person ist weiter als ich.
00:11:43: Und das hab ich dann adaptiert war aber selber A gar nicht vielleicht noch gar nicht bereit oder würde vielleicht auch sagen nee das glaube ich gar nicht selber so.
00:11:52: Da hat sich die Angst nochmal neuen Wege gesucht und deswegen hat sich schon teilweise ja sehr schwer oder so ja unfrei angefühlt.
00:12:04: Das ist definitiv ein Punkt gewesen.
00:12:07: Und ich hab auch in meiner Tätigkeit, das passt so auch ganz viele Menschen erlebt die mit ähnlichen Dingen ringen.
00:12:13: Bin ich angenommen bei Gott?
00:12:14: Bin ich fein mit Gott?
00:12:16: Liebt der mich?
00:12:18: Nehmt er mich an diese Sorgen?
00:12:20: und da bin ich sehr dankbar dass in den letzten Jahren eben durch dieser tiefergehende Erkenntnis des Evangeliums sich eigentlich nicht mehr stellt.
00:12:29: also Die Muster sind manchmal noch da aber kriegt die relativ schnell einen Griff und ich hab jetzt einfach eine klare Erkenntnis, die dagegen spricht.
00:12:36: Und ja auf jeden Fall hat sich da was gewandelt und ich merke dass ich Dinge ... Vielleicht mache ich manchmal gar nicht groß die anderen Dinge heutzutage aber ich mach sie aus einer anderen Motivation heraus.
00:12:48: das ist befreiender.
00:12:50: Ja und fühlt sich friedvolle an.
00:12:53: Absolut ja total voll aus Überzeugung und das hat auch ne andere.
00:12:58: Ist man eine eigene Selbstwirkung, aber auch eine andere Außenwirkungen?
00:13:01: Ja.
00:13:02: Nee ... Ich kann das voll nachvollziehen.
00:13:04: Das ist auch was, worüber wir oft sprechen im Podcasts, dass eines unserer größten Bedürfnisse Sicherheit ist.
00:13:10: und wenn man andere Menschen in seinem Leben hat oder vielleicht noch jünger ist oder so, zu denen schaut man auf oder sieht man als Glaubensvorbilder die machen etwas Bestimmtes dann ist natürlich einfach das auch so zu machen weil einem das ja dann die Sicherheit gibt Wenn der das macht, wenn die das macht muss es ja richtig sein, weil der die ist ja heiliger in Anführungszeichen als ich.
00:13:32: Und dann nehm' ich mir von dieser Sicherheit einfach durch, wie du sagst, Performance ein Stück ... was mir dann auch wieder Sicherheit schenkt.
00:13:41: Das ist so ein reife Prozess da sich weiterzuentwickeln und das zu erkennen und da weiterzugehen.
00:13:48: Ja voll cool!
00:13:49: Du hast schon gesagt, dass du jetzt einen tieferressende Bändigeres Verständnis ... Beziehung zu Gott, Verständnis von bzw.
00:13:56: zu Gott entwickelt hast?
00:13:59: Durch das du mehr Frieden und Freiheit erleben kannst ... Kannst du mit uns was teilen?
00:14:04: Was hat dir persönlich geholfen, das zu erfahren?
00:14:09: Mhm!
00:14:10: Also ich hab für mich so erkannt dass es am Ende des Tages alles steht und fällt mit dem Gottesbild weil durch mein Gottesbild speist sich auch so mein Selbstbild oder das Menschenbild.
00:14:21: Deswegen ist das auf jeden Fall Ganz wichtig gewesen.
00:14:26: Und ja, wodurch hat sich das verändert?
00:14:29: A durch auch gute Impulse anderer Gläubiger also ich hab da auch online Leute kennengelernt und Inhalte die mich sehr inspiriert haben in dieser Hinsicht.
00:14:39: Aber was auch sehr hilfreich war War mit dem Ich sag jetzt mal ganz kurz mit den Lügen sich auseinanderzusetzen Die vielleicht in mein Leben hineingesprochen wurden oder die ich über Gott geglaubt habe oder eben Ja Gottesbilder, die nicht ganz ihn repräsentieren.
00:14:57: Ich hatte jetzt quasi das erste Mal einen Ansatz oder auch Tools um mich zu hinterfragen.
00:15:01: im Moment mal ist es überhaupt wirklich so?
00:15:04: Ist Gott wirklich so!
00:15:06: Das heißt also sozusagen einmal Dekonstruktion in meinen Augen und aber dann nicht einfach nur Dekonstruktion sondern wiederum positive Affirmation durch was das Evangelium eigentlich da liegt.
00:15:20: Das war für mich eine gute hilfreiche Lern-Erfahrung.
00:15:25: Ich bin's heute als super wertvoller Acht.
00:15:27: Also es ist wirklich ganz ... Es klingt so simpel, aber das ist gar nicht einfach.
00:15:33: Einfach wirklich glauben was in der Bibel über Gott gesagt wird oder und was dann auch Gott über uns sagt.
00:15:39: also Fäserbrief Kapitel eins zum Beispiel die ersten acht Ferse da sind volle krassen Verheißungen drin.
00:15:46: Die hab ich immer überlesen und die wirklich für mich einen Anspruch genommen.
00:15:50: Und das zu glauben und zu empfangen Das gehört einfach dazu, das ist ein ganz wichtiger Schritt für mich geworden.
00:15:58: Genau und das ist so dieser Dreiklang, also natürlich irgendwie Impulse
00:16:02: von anderen
00:16:03: dann eben sozusagen Dekonstruktion der falschen Vorstellung und Affirmationen, positive Affirmations der Vorstellungen nach dem Evangelium.
00:16:11: Das sind die Dinge, die mir da weitergeholfen haben und die ich immer noch nutze und brauche.
00:16:17: Jetzt ist es halt spannend weil ... Also eigentlich Deconstruktion und Rekonstruktion, also wieder was
00:16:23: aufzubauen.
00:16:23: Ja
00:16:24: genau!
00:16:25: Was dann ... Stimmig ist auch.
00:16:28: Und es ist so schwer... Du hast schon gesagt das klingt zu einfach aber es ist manchmal so schwer das dann anzunehmen weil's ganz viel mit unserer Prägung und so zu tun hat.
00:16:35: Was sind die noch zu teilen?
00:16:37: Ja und vor allem
00:16:37: vielleicht doch ganz kurz dazu, dass du das mit der Präugung
00:16:40: sagst.
00:16:41: Ich merke, dass es bei mir eben ganz oft so ein ... ich will nicht sagen Battle ist Die Gedanken sind eine Sache, aber dass das emotional ankommt ist was anderes.
00:16:51: Genau.
00:16:52: Das ist auch so ne Sache mit der ich dann ... Also die es mir manchmal nicht immer leicht macht.
00:16:56: Ich hab vielleicht die Erkenntnis, aber ich muss damit erst mal klarkommen oder aushalten, dass die Gefühle dem noch nicht gefolgt sind?
00:17:04: Genau diese Diskrepanz zwischen der kognitiven Erkenntniss und der emotionalen Fühl, also wie's dann doch in den Gefühlen aussieht.
00:17:14: Was mich noch total interessieren wird, ist ob sich deine neue Identität eine tiefere Erkenntnis von Gottes Charakter auch auf deine Beziehungen jetzt zu deinen Kids zum Beispiel ausgewirkt hat.
00:17:28: Ja das habe ich auch drüber nachgedacht.
00:17:29: Das ist auch ne spannende Frage weil ... Ich kann das nicht so fest machen.
00:17:35: Weil...ich muss sagen dass ich war immer schon Fanat in die beiden Auch wenn ich sagen muss, natürlich bin ich irgendwie auch ungeduldiger und pingeliger als es mir lieb ist bei meinen eigenen Kindern so.
00:17:46: Da bin ich absolut im Wachstum.
00:17:49: Aber ich hab tatsächlich ... Bereits als ich Vater wurde, habe ich mir zwei Dinge vorgenommen.
00:17:56: Erstens, dass meine Kinder immer wissen, sie geliebt sind.
00:17:59: Und zweitens, das ich mich entschuldige, wenn ich Fehler mache.
00:18:01: Das waren sozusagen meine Startprämissen bevor, sag ich mal, diese ... Freiheit in Christus jetzt noch mal für mich aktuell wurde.
00:18:08: Deswegen das war, würde ich sagen schon relativ früh da.
00:18:13: Ich habe aber doch zwei Dinge gemerkt an mir.
00:18:15: Das erste ist, dass ich ... Dass ich bewusster bin oder es mir bewusster geworden ist was sich anderen oder ihnen zuspreche weil eben auch mit Identität etwas zu tun hat.
00:18:26: Da, wie gesagt alles Wachstum und definitiv nicht perfekt.
00:18:31: Aber das ist etwas wo ich mehr für sensibilisiert wurde.
00:18:36: Und das Zweite ist, dass ich stärker auch auf mich schaue und mir denke, wenn ich befreit ... und friedsam lebe, hat das automatisch Auswirkungen.
00:18:48: Mhm.
00:18:50: Das sind also weniger sozusagen Versuche an den Kindern rum irgendwie zu freckeln, sondern tatsächlich mehr Arbeit an mir selbst.
00:18:58: Ich glaub es findet auch große Resonanz mit dem was ihr ja prägt ne?
00:19:01: Also Erziehungsarbeit ist auch Arbeiten mit den Eltern erst mal, ne?
00:19:05: Genau!
00:19:06: Das sind so die Dinge, die mir jetzt noch mal in letzter Zeit wichtig geworden sind.
00:19:12: Aber bei einer Kinder oder Kinder generell hatten immer schon einen hohen Stellenwert bei mir auch im Gottesbild total.
00:19:18: Also da hab ich null Zweifel daran, dass all diese guten Dinger, die ich selber mehr zusprechen möchte, die habe ich bei ihnen eh schon immer gesehen ...
00:19:26: Schön!
00:19:27: Genau... aber es ist ein Wachstum.
00:19:29: und wie gesagt wenn meine Kinder das jetzt hören denken dann wissen sie wahrscheinlich selber ja klar Papa du bist nicht mit der Geduldigste.
00:19:37: Deswegen will ich mich hier gar nicht irgendwie so als krass darstellen, aber doch das ist mir wichtig.
00:19:43: Dass sie geliebt sind und dass sie ein positives Selbstbild und Identität haben und auch positiven angstfreien Glauben also genau das was ich am Anfang erlebt habe stellen.
00:19:53: weiß er sich das nicht erleben?
00:19:55: Ja, cool.
00:19:56: Danke!
00:19:56: Das ist schon voll wertvoll.
00:19:57: auch diese Erkenntnis, dass es mit einem selber oft mehr zusammenhängt als mit den Kindern und deren Verhalten.
00:20:03: Das ist das absolut wichtigste.
00:20:06: Aber danke dir.
00:20:11: Viele Menschen ... Ich würde gerne noch mal kurz über deinen Alltag mit Christus oder so könnten wir das bezeichnen sprechen?
00:20:19: Viele Menschen wünschen sich eine echte Beziehung zu Jesus, also das was du auch beschreibst diesen Frieden zu erleben.
00:20:25: Diese Freiheit erleben aber oft eher Distanz.
00:20:29: Gibt's etwas was dir persönlich hilft so diese Verbindung zu finden und ihn hierzu bleiben?
00:20:37: Ja da gab es zwei Dinge die mich geprägt haben.
00:20:41: Das eine ist das Konzept von Zeit mit Gott.
00:20:45: Ich muss gestehen dass ich implizit immer so den Eindruck hatte, es gibt die verschiedenen Dinge pro Tag.
00:20:52: Wenn man sich einen Tortendiagramm vorstellt, dann ist Arbeit da und ... Essen und Schlafen und Freizeit?
00:21:00: Und dann ist irgendwo ein Tortenstück Zeit mit Gott.
00:21:04: Das muss ich mir irgendwie rausschneiden.
00:21:06: Dann gibt's natürlich Leute, die sagen, mein Stück ist größer oder kleiner.
00:21:10: Wenn's zu klein ist, hab ich wieder Selbstwertprobleme et cetera.
00:21:14: Wenn mal sich aber anschaut und überlegt das ... Jesus ja verheißen hat, dass der Heilige Geist in uns ist.
00:21:19: Wenn wir uns entschieden haben, dann ist der Heilig Geist mit ihm verbunden.
00:21:25: Dann ist auch auf der Arbeit Zeit mit Gott.
00:21:28: Ich gehe sozusagen mit Gott auch auf die Arbeit oder in meiner Freizeit.
00:21:31: Also ich sehe das mittlerweile viel niedrigschwelliger was sozusagen Zeit mit gott betrifft.
00:21:37: Das heißt ... Wir sind verbunden oder er ist immer nur eine Sekunde entfernt?
00:21:43: Das heißt, das hat mir schon mal sehr geholfen mich von so gewissen Erwartungen zu lösen.
00:21:50: So nach der Motto, wenn ich nicht um fünf Uhr morgens aufstehe und bete dann ist das nicht in Ordnung sag' ich jetzt mal Das hat mir sehr geholfen.
00:21:58: Und das zweite war dass sich.
00:22:01: Es gibt in der Bibel sagt Jesus so ein Beispiel wie man beten soll und er sagt sozusagen macht es Nicht zur Show für andere sondern geht in euer Zimmer und redet mit Gott sozusagen unter vier Augen und Mir ist bewusst geworden dass je nachdem wenig dort erwarte.
00:22:18: Also ist es ein erbsenzählender, richtender Gott der mir meine Fehler aufzeigt oder das ist mein liebender Vater mit dem ich mich entwickeln und wachsen darf.
00:22:26: Je nachdem hat diese Zeit einen anderen Wert oder eine andere Wichtigkeit für mich.
00:22:31: Und ich hab gemerkt dass ich jetzt immer mehr ... also neben der ständigen Verbindung mit Gott schon auch meine Ruhephasen brauche um mit ihm im Gespräch zu sein, um auch Dinge aufzuarbeiten, mich weiterzuentwickeln eben diese Dekonstruktion und Rekonstruction betreiben zu können.
00:22:48: Das hat mir ungemein geholfen.
00:22:50: Und wie gesagt, ist jetzt nicht entstanden weil ich es muss oder weil jemand sagt macht das und irgendwas.
00:22:55: uns ist etwas nicht mit dir in Ordnung Sondern weil ich's brauche.
00:23:00: und dass hat mir also deswegen.
00:23:01: Ich sehe diese Connection zu Gott viel unmittelbarer und ich weiß wenn ich mit ihm unter vier Augen rede erwartet mich jemand der gut mit mir meint.
00:23:10: das ist schön.
00:23:11: ja Ja danke dir.
00:23:13: das war jetzt auch so ein schönes Schlusswort, auch so ermutigend.
00:23:18: Danke dass du das mit uns geteilt hast.
00:23:20: Danke, dass du die Zeit genommen hast, mit uns durch diese Fragen zu gehen und von deinem Weg zu erzählen.
00:23:26: Denn es ich find's total wertvoll und stärkend für uns alle immer wieder sowas zu hören und daran teilhaben zu dürfen.
00:23:35: So vielen Dank dir, dass Du heute bei uns zu Gast warst!
00:23:39: Ja, vielen vielen Dank, haben wir Spaß gemacht.
00:23:42: Das war wieder eine Folge von Inbindung.
00:23:44: In Verbindung leben mit deinem Kind, dir selbst und Gott!
00:23:48: Danke dass du dich heute auf den Weg zu diesem Ziel gemacht hast und wir freuen uns auch schon auf das nächste mal mit dir wenn es weitergeht mit dem Thema.
00:23:55: Das hat uns doch
00:23:56: nicht geschadet.
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