Wenn dein Kind nicht kooperiert – Eifersucht, Weglaufen & Verweigerung
Shownotes
Warum läuft mein Kind weg, hört nicht auf mich oder reagiert eifersüchtig auf andere Kinder? In dieser Folge beantworten wir drei Hörerfragen rund um Weglaufen im Kleinkindalter, schwierige Übergänge beim Abholen aus dem Kindergarten und starke Eifersucht unter Kindern.
Wir erklären, was im Nervensystem deines Kindes passiert, warum Impulskontrolle noch nicht ausgereift ist und weshalb Strafen langfristig nicht helfen. Du bekommst konkrete, bindungsorientierte Impulse für mehr Sicherheit, klare Führung und entspanntere Alltagssituationen.
Alte Folgen, auf die wir im Podcast verweisen:
Bindungswurzeln: https://open.spotify.com/episode/3pjVdIAzQxbJwdzriDwzaV?si=4_gZvYhFTCS2sEMvloX-qQ&nd=1&dlsi=90736f067bb24dac
Geschwisterbeziehung stärken: https://open.spotify.com/episode/5ZCPFiFS3GAVlxzbxlYAQZ
Die 5 Sprachen der Liebe für Kinder: https://open.spotify.com/episode/6DgsWkbDu7Kfnrr0leLjZ9
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Transkript anzeigen
00:00:00: Hey, schön dass du eingeschaltet hast bei Bindung dem Podcast Nummer eins für glaubensbasierte Elternschaft.
00:00:07: Bei uns geht es darum wie du dein Kind liebevoll begleiten kannst während du selbst im Glauben und in deinen Beziehungen wächst.
00:00:14: heute im Studio Anna Born, Junita Horch Und mein Name ist Julia Vanicek.
00:00:19: Wir sind Pädagoginnen und ElternberaterInnen.
00:00:23: In dieser Folge sprechen wir über Wenn Dein Kind nicht kooperiert Eifersucht, Weglaufen und Verweigerung.
00:00:31: Wenn du uns noch nicht abonniert hast, dann drück jetzt auf Folgen und verpasse keine Episode!
00:00:36: Wir freuen uns auch über Kommentare zu dieser Folge.
00:00:39: Vielen Dank, dass du dabei bist.
00:00:41: Los geht's!
00:00:52: Ja heute beantworten wir mal wieder Fragen die uns von Hörerinnen geschickt wurden zum Podcast Und es werden drei Fragen sein und auf den ersten Blick haben sie erstmal nichts miteinander gemeinsam.
00:01:06: Aber
00:01:07: wir werden sehen, dass es trotzdem wenn wir tiefer schauen in allen drei Situationen um das selbe geht.
00:01:13: Es geht um Bindung und Unreife egal ob's beim Abholenden der Kita ist.
00:01:18: Wenn das Kind wegläuft oder wenn das Kind eifersüchtig ist, es geht immer irgendwo um die Frage der Sicherheit Und wir fangen gleich mal an Wir gehen mitten rein.
00:01:25: UNITA kannst du uns die erste Frage mal zusammenfassen?
00:01:29: Ja, und zwar ist da immer die Frage warum eskaliert das Abholen immer wieder.
00:01:33: Das Kind ist fast sechs, hat eine jüngere Schwester, das ist vier.
00:01:38: bei einem fehligen Kind geht's problemlos wenn die Mami kommt aber mit dem fast sechsjährigen ist immer ne Vollkatastrophe.
00:01:45: also das Kind versteckt sich machte Girmassen zieht die Schuhe dicht an lässt sich ablenken fängt an irgendwann Reißverschlüssen zu spielen will dann irgendwie barfuchs nach Hause gehen und möchte sich auf gar keinen Fall selber anziehen.
00:02:03: Wenn die Mama sagt, wir wollen gehen, ignoriert das Kind ... Die Mami weiß einfach nicht mehr weiter!
00:02:10: Und es ist im Kindergarten?
00:02:12: Das ist in dem Kindergaten die Abholsituation, also mittags dann, dass das Kind nach Hause kommen soll.
00:02:18: Okay.
00:02:19: Dann fangen wir doch mal an.
00:02:21: Da gibt's nur eine Einordnung des Ganzenes.
00:02:23: Was passiert hier?
00:02:24: Ja, also hier findet ganz klar ein Übergang statt.
00:02:29: Übergänge bedeuten halt für ein Kind dass gleichzeitig mehrere Dinge passieren.
00:02:35: Also zum Beispiel ich muss das Spiel oder die Tätigkeit jetzt abbrechen Ich muss meine Freunde verlassen Ich muss mich halt von Menschen lösen und auf neue Menschen sich wieder einstellen.
00:02:47: Man muss die Erwartung der Eltern erfüllen und sich neu orientieren.
00:02:51: Also nach Hause gehen, Jacke anziehen, Regeln einhalten ... Und das kann ganz schön viel für so'n Kind sein.
00:02:58: Vor allem wenn's ja den ganzen Kindergartentag überfunktioniert hat.
00:03:04: Ja, fällt so einen Übergang dann natürlich ganz schön schwer.
00:03:09: Hinzu kommt ihr auch dass ... Ja, auf Seiten der Eltern auch ganz wie Stress entsteht in so einer Situation.
00:03:16: Also da ... es sind Menschen die mir dann mich beobachten.
00:03:22: Da sind ja auch Diaziren, die vielleicht gucken.
00:03:24: Hat sie ihr Kind jetzt nicht im Griff?
00:03:28: Das
00:03:29: spürt das Kind ja auch.
00:03:31: Den Stress spürts das Kind auch.
00:03:33: Der kommt irgendwie so viel zusammen und für Erwachsene klingt das manchmal banal.
00:03:38: aber für Kinder Das braucht sehr viel Ressourcen, sehr viel Regulationskraft sich auf etwas Neues einzulassen.
00:03:47: Und ja für viele Kinder ist es so ein richtiger Systemwechsel und das kann dann oft sowie trotz wirken.
00:03:55: Aber was macht jetzt
00:03:56: einfach nicht mit?
00:03:57: Es ist aber richtig starker Überforderung im Nervensystem Vielleicht gar nichts funktioniert.
00:04:05: Und du hast es auch kurz angerissen, dass das Kind vielleicht den ganzen Tag schon kooperiert hat.
00:04:09: und dann kommt meine Hauptbindungsperson?
00:04:13: Ja, vielleicht können wir noch kurz erklären was Kooperieren heißt im Kindergarten.
00:04:16: also man hat eine Riesengruppe Man hat Erwachsene Auch Bezugspersonen, aber die sind trotzdem anders als meine Eltern.
00:04:24: Ich muss mich auch auf die einstellen.
00:04:26: Dann gibt's natürlich ganz viele Konflikte zwischen den Kindern oder ... ja Abläufe, die ich mitmachen muss?
00:04:34: Ich würd jetzt vielleicht viel lieber spielen, aber jetzt müssen wir zum Morgenkreis.
00:04:37: Oder ich hab jetzt aber Hunger und kann nicht essen, weil es noch nicht Frühstückszeit ist.
00:04:43: Das meinen wir mit kooperierendem Kindergarten.
00:04:46: Und dann funktionieren.
00:04:47: Hab ich das Ding ganzen Vormittag gemacht?
00:04:49: Ich bin vielleicht sensibel, diesen
00:04:53: Lautstärke kommt auch noch dazu.
00:04:54: Und dann kommen eine meiner primären Bindungspersonen und dann kann ich mich fallen lassen und dann geht auf einmal nichts mehr.
00:05:00: Dann brauche ich eigentlich Hilfe
00:05:01: ... Auch wenn ich mich vielleicht freue, aber ich kann grad in dem Moment nicht mehr ...
00:05:05: Wenn alles fällt, was ich ganz hat versucht hab zusammenzuhalten?
00:05:11: Ja.
00:05:11: Und die Mutter fragte dann auch, hey, mein Vierjährigen kriegts hin!
00:05:15: Die kriegt diesen System Wechsel hin, die krieg ich dann Übergang hin.
00:05:18: Aber mein sechsjähriges Kind nicht.
00:05:19: Wo ist denn das Problem?
00:05:20: Und da sollte man einfach nicht vergleichen was diese unterschiedlich sind.
00:05:27: Ja kann sein dass sie total unterschiedliche Temperamente haben kann sein.
00:05:31: Das ist ältere Kind Neurodivergettes, neu divergente Kinder so hier einfach biologisch nochmal anders aufgebaut.
00:05:37: Dass die Reizoffener viel schneller überfordert ist, weil die Filter noch mal anders funktionieren im Hirn.
00:05:43: Also sie haben mehr zu stradeln?
00:05:44: Es
00:05:44: gibt auch immer wieder Rückschritte.
00:05:46: also wenn ein Kind einen neuen Entwicklungsschritt im Gehirn durchmacht dann kann es passieren dass das Dinge diesmal schon konnte gerade wieder nicht können oder nicht machen kann gerade eine andere Baustelle im Gehirn an ist.
00:06:00: Also diese Regressionen, diese Rückschritte gibt es auch immer mal wieder
00:06:05: und diese Regressionen kommen oft durch die Aktivierung also sie sind oft längerfristig wie du sagst.
00:06:11: aber manchmal ist dieser Regressionsmoment auch nur kurz eben weil jetzt die Bindungsperson da ist was wir vorhin gesagt haben.
00:06:18: dann einmal kann ich mich fallen lassen bin ich wieder klein und kann mich auf einmal gar nicht mehr anziehen Weil ich kurz dieses Brauch, dieses Nähe, dieses Auftanken.
00:06:26: Dieses ... Jetzt mir von der Mama helfen lassen oder so?
00:06:30: Ja und deswegen brauchen Kinder, gerade beim Abholen eine extra Portion verbinden.
00:06:33: Eine extra Portione Mama-Hilfe, wo die Mama noch mal die Schuhe anzieht.
00:06:38: Wo das Mama das Kind trägt.
00:06:40: Obwohl das Kind schon längst laufen kann und dass alles selber machen kann.
00:06:43: Weil es aber ganz viel Unterstützung braucht in dem Moment.
00:06:46: Also was können wir konkret machen?
00:06:48: Was können wir der Mama raten in dieser Situation?
00:06:51: Vielleicht in dem Moment auch einfach mal akzeptieren, dass das Kind gerade nicht kann oder dass es vielleicht wirklich anders ist aufgrund neuer Divergenz.
00:07:02: In dem Alter ... Da gibt's auch diese Vorschulpuppatee.
00:07:05: Also grade in den Alten fünf bis sechs.
00:07:07: Da passiert so viel im Gehirn, wo die Kinder ja überfordert sind, um das im Hinterkopf zu beachten.
00:07:16: Ja, und dann auch vielleicht wirklich zu beobachten.
00:07:18: Und eventuell in die Diagnostik zu gehen falls ich mehrere Anzeichen bei meinem Kind merke wo es anders ist als die anderen.
00:07:30: Trotz dessen das Kind nicht ständig vergleichen weil das wirkt sich dann auch wiederum negativ auf die Verbindung einfach aus.
00:07:40: Ich glaube was hilft wenn das Kind sich nicht selber anzieht aber alle anderen können das.
00:07:44: Einfach mal dem Kind helfen einfach die Dinge übernehmen, die das Kind grad nicht schafft.
00:07:50: Egal was die Erzieherinnen sagen auch wenn sie sagen hey bald ist in der Schule muss er's selber
00:07:54: machen, wurscht!
00:07:55: Du weißt ja auch dass es eigentlich selber
00:07:56: kann.
00:07:57: Aber gerade in dem Moment braucht du die Unterstützung.
00:07:59: deswegen gibt im Kind die Unterstützung, die es in diesem Moment brauchen und damit holst so ganz viel von der Schwierigkeit aus der Situation jetzt wirklich
00:08:09: raus.
00:08:09: Ja man kann auch mit den Erziehern reden Oder eine feste Uhrzeit vereinbaren und sagen, ich komme immer um eins.
00:08:17: Bitte bereitet mein Kind schon zehn Minuten vorher drauf vor.
00:08:21: Weißt du es immer darauf hin?
00:08:23: Dass das vielleicht dann schon sein Spiel beenden kann so dass wenn ich komme ist es dem kind einfacher ist abzubrechen und den Übergang zu schaffen.
00:08:31: Oder man kann selber auch ein bisschen mehr Zeit einplanen, dass man sagt, ich bin jetzt da?
00:08:35: Jetzt kannst du noch fünf Minuten spielen!
00:08:36: Und dann geht man hin in die Situation und hilft dem Kind außer Situation rauszugehen.
00:08:41: Und jetzt ist der Übergangen und diesen Übergangs zum Meistern also wirklich nicht nur ... Praktisch am Spielfeld dran zu stehen und reinzofen, jetzt komm endlich!
00:08:48: Wir wollen gehen.
00:08:49: Sondern hinzugehen, Körperkontakt, Augenkontak, Bindung aktivieren und das Kind aus der Situation rausbegleiten um ihm auch da freundlich aber bestimmt zu helfen.
00:09:00: diesen Übergang zum Meistern.
00:09:02: Und manchmal helfen noch ganz einfache Dinge.
00:09:04: also meine Kinder waren oft auch sehr hungrig nach dem Kindergarten oder nach der Schule.
00:09:09: Und hatten dann übelschlechte Laune und konnten auch nicht kooperieren, einfach mal was zu essen mitnehmend ein kleines Snack ... Vielleicht kann das sogar schon helfen?
00:09:17: Und in dessen
00:09:18: die Hand drücken und anziehen.
00:09:19: Ja, ist so was.
00:09:21: Und sich los- und freimachen von dem Gedanken ja wie steh ich jetzt da... Oder es muss
00:09:26: genauso funktionieren!
00:09:27: Genau euch wird jetzt bewertet und mein Kind auch.
00:09:29: Und ja, sich davon bisschen frei zu machen.
00:09:33: Genau, ja.
00:09:33: Danke euch für diese ganzen Impulse.
00:09:36: Ja, natürlich auch das Kind fragen
00:09:38: nicht
00:09:39: in dem Moment.
00:09:40: Aber wenn ihr zu Hause seid und in einer ruhigen Situation was jetzt gar nichts damit zu tun hat
00:09:45: einfach
00:09:45: mal sich vielleicht erkundigen du dir fällt es immer so schwer, wenn ich komme und dich abhole, was denkst du?
00:09:51: Was könnte dir da helfen?
00:09:52: weil mit fünf Kanis fast sechs könnte ist auf jeden Fall schon auch Lösungen eventuell anbieten und dann auch da mal ausprobieren.
00:10:00: genau okay Danke euch.
00:10:02: Wir gehen mal weiter.
00:10:03: zur nächsten Frage, Anna kannst du die mal zusammenfassen?
00:10:07: Worum geht's hier?
00:10:09: Genau, die andere Frage handelte von einem ... Von einer Mutter deren Kind fast drei Jahre alt ist also es noch zwei und zehn Monate Und das passiert immer wieder dass das Kind plötzlich wegrennt.
00:10:22: Also vor allem wenn sie draußen spazieren gehen oder Erledigung machen Zum Beispiel auf dem Wochenmarkt, wenn die Mama jemanden trifft, hält das Kind nicht aus stehen zu bleiben.
00:10:32: Sondern muss dann weiter rennen und reagiert gar nicht mehr aufs Rufen.
00:10:36: Es kommt nicht zurück.
00:10:38: Einmal ist es ohne Vorwarnung auf den Parkplatz gelaufen oder auch mit dem Dreirad in eine Seinstraße eingebogen.
00:10:46: Und es ist sogar passiert, dass die Mutter das Kind nie wieder gefunden hat Und für die Mutter ist das natürlich sehr belastend.
00:10:56: Sie weiß nicht, was sie machen soll und hat ein gewisses Risiko, wenn sie mit dem Kind unterwegs ist und hat dann auch Angst wie sie beschrieben hat.
00:11:05: Und sie hat es auch schon versucht ... Mit Stränge, laut sein, ständigen Wiederholungen.
00:11:11: Aber ja, sie ist grad verzweifelt und weiß nicht... Was sie recht tun soll?
00:11:17: Ob sie das Dreirad vielleicht erst mal ganz wegsperrt.
00:11:21: erstmal Genau, möchte auch keine Strafen geben.
00:11:25: Aber sieht da auch so keine Lösung?
00:11:28: Und was jetzt glaube ich noch hier gar nicht drinstand in der Frage ... Was die Mutter dann noch gesagt hat, die hat ja auch noch ein Kinderwagen mit ... Richtig!
00:11:36: Noch ein jüngeres Kind.
00:11:38: Also es ist nicht nur so dass sie sich nur um dieses fast drei Jahre gekümmert muss sondern auch noch um ein Baby.
00:11:43: und das ist halt auch noch die besondere Herausforderung.
00:11:45: Ja total weil... ist herausfordernd, mit zwei Kleinen.
00:11:50: Im Kinderwagen kommt es auch nicht so schnell hinterhergesprintet
00:11:53: oder gerade wenn Treppen da sind?
00:11:54: Ja
00:11:55: und grad mit dem Dreijährigen muss man einfach sagen dass die Impulskontrolle noch minimal da ist das Kind also der präfrontale Cortex für Impulskontrolle einfach verantwortlich ist.
00:12:05: Für Perspektivwechsel, für Empathie ... Ach ja, meine Mama macht sich Sorgen.
00:12:10: Die Vernünftige?
00:12:10: Meine Mama macht sie Sorgen, wenn ich wegkomme.
00:12:12: Okay, ich mach's dann nicht.
00:12:14: Vergiss es mit drei Jahren!
00:12:15: Also geht nicht...
00:12:17: Es hat diesen Impuls.
00:12:19: Ich will jetzt schon Spaß,
00:12:20: ich will mich jetzt bewegen
00:12:22: und dann gehts los.
00:12:23: Und dann vergisst das, dass die Mami gesagt hat, bitte bleib bei mir.
00:12:26: Ja, aber ich bleibe auf jeden Fall immer bei
00:12:27: dir.".
00:12:28: Das ist ein Kind, das versprochen hat.
00:12:29: Vergiss es, weil es hatte halt nur einen Gedanken, einen Gefühl und den Volles.
00:12:34: Es ist sehr imposiv, es kann auch gefahren und schwer einschätzen.
00:12:38: Auch Entfernung von Autos dauert bis hoch ins Grundschulalter.
00:12:42: Dass Kinder das wirklich verlässlich einschätzen können?
00:12:46: Wie schnell ist das Auto?
00:12:47: Und schaff ich das überhaupt über die Straße?
00:12:51: Mit anderen Worten, wir können so viel erklären wie wir wollen ... Aber
00:12:53: es hilft nicht viel
00:12:54: in diesem Alter.
00:12:55: noch nicht viel, weil da noch die Integration des Prefrontal Cortex noch nicht begonnen
00:13:00: hat.
00:13:00: Der Drang ist für das Kind zu groß.
00:13:03: Ja,
00:13:03: okay.
00:13:04: Was machen wir jetzt?
00:13:07: Ja ... fangen wir an!
00:13:09: Also Sicherheit geht immer vor Autonomie.
00:13:11: Das ist das ja.
00:13:13: Mein Kind möchte aber laufen, mein Kind möchte, aber reiner Fall.
00:13:16: Wenn ich nicht als Mama für die Sicherheit meines Kindes garantieren kann, dann mag ich es nicht.
00:13:21: Und das kann ich halt schaffen durch so eine Jahrumgebung.
00:13:23: Das wissen wir auch so... Das wohnste mal, als die Umgebung geschaffen, sodass ich keine wertvollen Vasen stehen habe, was das Kind umwerfen kann, das Kind sich frei bewegen kann, ohne dass ich was befürchten muss.
00:13:36: Und genauso vielleicht in dem Kontext eine Jahrumgebung schaffen?
00:13:41: Wo macht es mir nichts aus ... wenn das Kind vorfährt?
00:13:45: Vielleicht lässt man's dann auf einen freien Parkplatz fahren oder gibt es bestimmte Plätze, die vielleicht mehr eingezeugt
00:13:53: sind?
00:13:53: Ein
00:13:53: Park, genau wo weniger Gefahr da ist und ... Ja, wo man da mit dem Kind hingeht.
00:13:59: Wo
00:13:59: es das ausleben kann?
00:14:00: Mit dem Dreirad.
00:14:02: Und wo's halt in anderen Momenten nicht gibt!
00:14:04: Punkt!
00:14:04: Auch wenn das Kind das möchtest, das gibts nicht weil ich bin für dich verantwortlich und ich kann da nicht gut auf dich aufpassen.
00:14:10: deswegen gibt jetzt kein Dreirat.
00:14:12: Dass man da einfach so diese Kleid hat im Kind gegenüber und das Dreiratt ist halt manchmal auch nicht gibt.
00:14:17: Du hattest auch so ein Baggy-Bord ne?
00:14:19: Ja genau was.
00:14:20: ähm ... Ich hatte ja die drei als sie noch recht klein waren und da hatte ich das älteste Kind.
00:14:24: in meinem Baggyboard war es halt ständig nah bei mir.
00:14:28: Es war auch ein bisschen eingegrenzt durch den Griff vom Kinderwagen und ... das konnte jetzt nicht so leicht passieren, dass es einfach wegläuft genau.
00:14:38: Da hätte man das Dreirad ja vielleicht noch mit draufpacken können.
00:14:41: Genau
00:14:41: oder unten rein.
00:14:43: Und dann kann's ja wenn ihr an eine Stelle kommt wo das in Ordnung ist du ihm da das ermöglichen oder so, dass er das dann machen kann.
00:14:52: Ja, natürlich prallen da auch so unterschiedliche Bedürfnisse aufeinander.
00:14:54: Wenn die Mutter jetzt jemanden trifft, möchte sie natürlich gerne auch ein bisschen quatschen und sich unterhalten mit der Person, die sie vielleicht länger nicht gesehen hat und sich über die Begegnung freut aber grad überhaupt nicht kann weil sie das Kind nicht mehr beaufsichtigen kann, weil es dann sofort wieder wegflitzt und ich stehen bleiben kann ja auch wenn's schwer ist auf solche Begegnungen, die würde ich dann recht kurz halten tatsächlich und vielleicht einen anderen Raum schaffen für Begegnungen.
00:15:23: Ja
00:15:24: ... Und häufig ist es so, dass Eltern noch sagen, ja, fahr nur soweit wie ich dich sehen kann!
00:15:29: Aber was bedeutet
00:15:30: das?
00:15:31: Das verstehen die nicht.
00:15:32: Deswegen immer kurze Abstände.
00:15:34: Du kannst bis zum ... Siehst du das rote Auto da vorne?
00:15:37: Bis zu dem fährst du, dann drehst du wieder um.
00:15:39: Siehst das und das, bis zu den fährste und dann drehst du um.
00:15:42: Also erst mal gucken, ob diese kleinen Dinger funktionieren bevor's ... bisschen mal irgendwie weiterfahren darf.
00:15:50: Man kann ja da auch so ein bisschen, gerade wenn das Kind so viel Bewegungstrang hat, so einen Wettbewerb draus machen.
00:15:56: Du fährst jetzt bis davor zu dem roten Auto und dann kommst du wieder zu mir zurück bevor ich bei den blauen Autos bin oder irgendwie sowas.
00:16:05: dem so ein bisschen, diesen spielerischen.
00:16:06: Aber dann ist es immer nur in der kurzen Abstand von mir weg und kommt wieder zu mir zurück, was ja Kinder auch gerne mögen, das spielarische ein bisschen einzugehen.
00:16:17: Und natürlich kann es sein, dass es bei dem Kind nicht funktioniert – das wissen wir jetzt nicht!
00:16:23: Anregungen.
00:16:24: Und wenn es gar nicht funktioniert, dann muss ich wirklich sagen ... Ich muss hier stark einschränken und dann gibt's halt gar keinen Dreirad oder eine Zeit lang?
00:16:33: Dann gilt das den Frust auszuhalten und zu begleiten.
00:16:38: Weil mich dieses Beispiel auch an ein Kind erinnert.
00:16:42: Ich arbeite zurzeit im Kindergarten als Integrationskraft.
00:16:46: Es gibt bei uns ein Kind im Kindergartens, dass auch Tendenzen hat wegzulaufen Aber einfach, weil es so komplett in seinem eigenen Welt ist.
00:16:54: Und man hat's eben vorher noch so oft gesagt und unmittelbar danach läuft das halt doch auf den Gehweg oder aus dem eingezahlten Bereich raus.
00:17:06: Einfach so ... Weil es in seiner eigenen Welt also gar nicht bös, ne?
00:17:12: Es hat sich dann schon wieder vergessen!
00:17:15: Ja vielleicht auch eines der vielen Anzeichen die man vielleicht erkennt ob das Kind doch vielleicht eine neue Divergenz hat.
00:17:24: Das ist
00:17:26: gar nicht mehr, um sich herum so alles wahrnimmt oder so?
00:17:28: Genau.
00:17:28: also nicht die sich darauf fokussieren kann sondern seine Impulse sind so stark nah.
00:17:32: Aber es ist drei Jahre alt in dem Alter.
00:17:35: Man kann sich auch Hilfe holen.
00:17:37: Vielleicht kann man mit der Oma zusammen einkaufen gehen, oder irgendwie so was?
00:17:40: Oder man kann das kleine Geschwisterkinder heimlassen beim Papa
00:17:42: oder so.
00:17:44: Wichtig ist aber, dass man sich sagt, es ist keine Schande wenn manches überhaupt nicht funktioniert.
00:17:48: Guck einfach, was kannst du gut händeln ohne dass dich endlos viel Kraft kostet?
00:17:54: Also in Wohnen kannst du mit zwei Kindern gehen und was geht einfach nicht?
00:17:58: Und dann geht das mal ein halbes Jahr an
00:17:59: dich.
00:17:59: Natürlich kannst du das auch betrauen!
00:18:01: Also, ja?
00:18:02: Du kannst dir
00:18:03: selbst mitgeschränken
00:18:04: geben.
00:18:04: Das
00:18:05: ist total blödwatt, dass du so eingeschränkt bist.
00:18:10: Auf jeden Fall!
00:18:11: Aber Mädels, wir haben noch eine dritte Frage und ich möchte dich unbedingt noch kommen.
00:18:13: Es ist auch gar keine Situation, die uns da geschildert wurde, sondern es hat eine Mama einfach nur gefragt ob wir mal bei Eifersuch treten können weil ihre kleinere Tochter sehr stark eifersüchtig ist und zwar nicht auf ... auf ein Geschwister von sich, sondern auf ihre Kusine.
00:18:32: Die im gleichen Alter ist und die wird über richtig wütend auf sie.
00:18:36: Jetzt würden wir da gerne noch so ein paar Impulse geben.
00:18:38: zum Thema Eifersucht?
00:18:40: Was könnt ihr mir das sagen?
00:18:41: Ja also, Eif- versucht ist ja fast immer in Bindungsangst.
00:18:44: Bindungssangst, dass ich verkleidet.
00:18:47: Und dahinter stehen Fragen wie bin ich noch wichtig?
00:18:50: Wird ich geliebt?
00:18:52: Verliere ich gerade hier meinen Platz.
00:18:54: Wo Kinder einfach emotional unsicher werden!
00:18:59: Es ist halt eben Eifersucht.
00:19:00: Ich bin eifersüchtig, weil ich mir meines Gegenübers nicht mehr sicher bin seines Wohlwollens seiner Liebe.
00:19:06: und dann reagiert das Nervensystem mit Alarm.
00:19:09: Und Alarm äußert sich häufig in Wut und wird das Kind geschlagen.
00:19:13: Zum Beispiel?
00:19:13: Das ist auch ganz typisch bei Geschwisterkindern.
00:19:16: In dem Fall ist es die Kusine aber Geschwisters Kinder leben das ganz häufig.
00:19:20: Die Gedanken, die so hoch ploppen sind vielleicht, Mama mag mich nicht mehr oder ... Das andere Kind bekommt mehr Aufmerksamkeit als ich.
00:19:29: Ich werd jetzt ersetzt, und das tut natürlich weh.
00:19:33: Das ist verletzlich ... Und ja, dann passieren halt so ungünstige Strategien wie Gutangriff, Abwertung oder ... Oder das Kind zieht sich extrem zurück.
00:19:43: Und dahinter steht immer die Angst nicht mehr wichtig zu sein oder Traurigkeit, Unsicherheit.
00:19:50: also ... Das Kind zeigt Wut aber die eigentliche Emotion, dahinter ist eher Angst und ... Unsicherheit.
00:19:56: Also das Kind ist nicht böse, es ist eigentlich für unsichert.
00:19:59: Ja, in unserem Elternkurs muss ich gerade denken verbinden statt schimpfen.
00:20:02: Dann reden wir über Bindungsbotschaften.
00:20:04: Was ist die eigentliche Bindungspotschaft hinter diesem negativen Verhalten?
00:20:09: Und das ist halt hier ... Mama siehst du mich noch?
00:20:11: ja!
00:20:12: Genau.
00:20:13: und was wichtig ist hier an der Stelle dann auch nicht so moralisch zu sagen Du musst jetzt teilen, das ist dein kleines Geschwisterkind.
00:20:20: Oder deine
00:20:21: großartige ... Ja?
00:20:22: Du bist das große Kind und musst nett sein.
00:20:25: Sondern zu verstehen, okay, warum geht's dir grad so?
00:20:29: Warum tust du das?
00:20:30: Was kann dahinterstecken?
00:20:32: Und wenn Kinder sich verstanden fühlen, dann beruhigt sich das Nervensystem.
00:20:36: Dann können sie auch wieder kooperieren und teilen.
00:20:41: Ja, kann ja auch Sicherheit sein.
00:20:43: Sicherheit im Sinne von das Kind ist jetzt drei.
00:20:45: Also es ist Bindungsebene von Loyalität und Zugehörigkeit.
00:20:50: Das ist ein ganz großes Thema mit Mainz.
00:20:52: Wenn du die Bindungsebene noch nicht kennst, dann hör dir dazu unsere Podcast-Folgen an!
00:20:57: Ja also dieses Mama wenn er jetzt meine Kusine kommt gehören meine Sachen immer noch mir.
00:21:01: oder darf ihr alles anfassen?
00:21:03: Das ist einen riesen Thema.
00:21:04: für die ist Mainz immer noch Mainz weil Mainz schafft mir Sicherheit.
00:21:09: Und da auch einfach, dem Kind Sicherheit zu geben.
00:21:11: Welche Spielzeuge möchtest du teilen?
00:21:13: Was müssen wir wegkreuen?
00:21:14: Das haben wir eine Zeit lang gemacht.
00:21:15: Hat sich irgendwann mal das Kind genug Sicherheit gehabt, mussten wir nicht mehr zu dieser Strategie
00:21:21: greifen.
00:21:22: Dennoch wenn du merkst, dass es immer wieder vor dem Treffen auch Exklusivzeit einplanen.
00:21:28: Nicht hausputzen und kochen ... Die ganze Zeit, sondern einfach wirklich im Kind.
00:21:33: liebes Tank voll mit dem Qualiten.
00:21:36: Mit der richtigen Bindung?
00:21:38: Mit der richtigem Liebesprache.
00:21:40: Da könnt ihr euch auch die Podcast-Folge anhören und euer Kind vielleicht einordnen.
00:21:45: Ob es jetzt Worte sind ... Ich bin froh deine Mama zu sein oder ich hab dich lieb du bist das beste Kinderwelt?
00:21:54: oder durch Nähe noch mal kuscheln.
00:21:56: Oder ein Buch lesen, aufzutanken
00:21:59: ... Wichtig ist auch, dass wir als Eltern nicht vergleichen und vor allem diese Vergleiche auch nicht aussprechen.
00:22:03: Wir wollen nicht sagen, deine Kusine ist genauso alt wie du, die macht das auch nicht!
00:22:07: Nur du bist immer so, ja?
00:22:10: Das bringt überhaupt nichts, es verschlechtert
00:22:13: das Ganze.
00:22:14: Und was auch hilft, ist auf jeden Fall die Beziehung zu Kusinen zu stärken.
00:22:20: Ich frag's Wie.
00:22:21: kann man eben auch auf die Bindungswurzeln greifen.
00:22:23: Wir haben ein Podcast, wo es zu Geschwisterbeziehungen
00:22:25: gab ... Das könnte ja auch helfen?
00:22:28: Was könnt ihr Gleiches machen und anziehen?
00:22:31: Wo sind Ähnlichkeiten?
00:22:32: Wo könnt ihr näher erleben?
00:22:33: Dass man da genauer fokussiert schaut, wie können wir hier eine gemeinsame Ebene schaffen?
00:22:39: Ja, ganz wichtig ist das als Nähebedarf, als Signal für einen Nähbedarf zu sehen statt das jetzt zu verurteilen oder sagen, ja, das ist ne Charakterschwäche Du bist böse oder egoistisch, sondern zu sehen, da ist ein Bedarf an Nähe und ein Signal des Kindes.
00:22:56: Was braucht oder vielleicht in einer anderen Form etwas?
00:22:59: Ja, danke schön.
00:23:00: Also wir sehen das bei allen drei Situationen den Übergang im Kindergarten, dass weglaufen des Kindes und auch bei dieser Eifersuchzwut jetzt am Schluss, dass wir immer ein aktiviertes Bindungssystem haben, einen Alarmsystem, dass Wir beruhigen möchten, dass We co-regulieren möchten weil dieses Kind einfach in der Selbstregulation noch unreif ist und es nicht selber schafft holen es zurück.
00:23:25: Wir nehmen das wieder zu uns her, dass es wieder an uns gebunden ist und dann eben auch die Sicherheit geben können und dann auch Einfluss haben können.
00:23:35: also die Kinder verhalten sich nicht schwierig oder sie sind nicht bösartig sondern Sie Verhalten sich Ihrem Entwicklungsstand entsprechend Und unsere Aufgabe ist da nicht das Verhalten zu kontrollieren Sondern die Sicherheit wiederherzustellen um so auch den Kindern wieder diese Sicherheit geben zu können.
00:23:53: Genau, ich danke euch für eure vielen Impulse und für euer Mitreden.
00:23:59: Das war wieder eine Folge von Inbindung in Verbindung Leben mit deinem Kind dir selbst und Gott.
00:24:05: Danke dass du dich heute auf den Weg zu diesem Ziel gemacht hast Und wir freuen uns auch schon auf das nächste mal mit dir wenn es weitergeht mit dem Thema Geistlicher Missbrauch Eine Kindheit zwischen Glaube und Angst.
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